KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Sonntag, 23. März 2025, 20:30
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Die Galaxien des Gehirns

Die Galaxien des Gehirns interessieren mich immer mehr. Denn sie sind unsere Szene, Zelt, Bühne - der Himmel wird im obersten Stockwerk nur angedeutet. Quasi auch das Über-Ich. In der Tat, diese Galaxien sind unser Heim, unser Zuhause. 
Wenn ich meine Jugend (ab dem 14. Lebensjahr) rückblickend bedenke, dann verstehe ich mich nicht: Der ich heute bin, versteht den, der ich damals war, nicht. Aber ungebrochen verstehe ich mich mit dem, der ich vorher in meiner Kindheit war, ungebrochen gut. 
 
Die Galaxien außerhalb, um mich und dich und uns alle herum, also die Physis, verstehe ich am allerwenigsten. Aber damit bin ich nicht allein. E = mc2 sagt mir für mein individuelles Leben nichts. Der Makrokosmos ist nur bedingt mein Zuhause (. Und der physische Mikrokosmos meines Körpers bleibt unmittelbar unfühlbar und nur mittelbar regierbar. 
 
Ich fliehe nicht mein irdisches Leben. Ich fühle mich in der scena oder skenè, die ich mir einrichten konnte und die sich mir bot, sehr wohl. Ich komme auch ohne Gott zurecht. Selbst wenn es ihn irgendwie gibt, brauche ich ihn nicht. Würde sich mir ein ewiges Leben anbieten, wäre ich klug beraten es lieber abzulehnen. Wäre ich erneuerbar, würde ich mich verlieren. Vielleicht lese ich mal wieder "Sein und Zeit" von Heidegger ... Das bringt immerhin ästhetische Freude.

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