KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Freitag, 09. März 2012, 18:04
(bisher 2.389x aufgerufen)

Noch einmal aus den Vaga-Kommentaren

296. Kolumne

Aus den Kommentaren (Mai 2010)


sieben Atemzüge.

Gedicht
von Vaga.

ich fülle meine Lungenflügel
mit sieben tiefen Atemzügen
lasse meine Schwere los

du kannst meiner Richtung folgen
mich am Flügelschlag erkennen
deine Zunge lösen
meinen Namen und mich Mädchen nennen

augenblicklich wirst du
ein weiser Mann
der nicht lügen kann
weiß Gott
den es nicht gibt
ob mein Puls der Schmerz der Zeit ist
der vergeht.


Anmerkung von Vaga: Diese (ursprünglich zweite) Strophe nahm ich nach konstruktiven Kommentaren diesbezüglich nachträglich heraus:

verlasse den Käfig
meiner Eitelkeiten
im Gleiten durch die Glitterstäbe
kann den Kurs ändern
und in fernen Ländern
auf Betrachtungsreise gehen


Kommentare und Diskussionen zu diesem Text:

Bergmann: Humorvoll! Ich würde nur die zweite Strophe ersatzlos streichen. Dann sehr gelungen!

Vaga: In der zweiten Strophe verstecken sich infolge der „abgezählten“ Atemzüge u. a. die sieben Berge und die sieben Meere. Darauf zu verzichten hieße hier mein gedankliches Navigationssystem in die Irre führen. Aber: Kannst du mir vielleicht sagen, ob du - wie Ludwig - irgendwo zwischen den Zeilen ein Bärenfell liegen siehst?

Bergmann: Weniger Atemzüge gehen doch auch...

Was Ludwig angeht: Natürlich liegt nirgendwo in deinem Gedicht ein Bärenfell. Selbstredend ist Ludwig blind, nicht nur hier, seine Interpretationen sind wie seine Texte oft sehr klimmzügig verspielt (verspielt!).

Vaga: Bei mir hat er bisher noch nicht verspielt - dieser Ludwig mit den fantasiereichen Gedankensprüngen . Das Bärenfell hab' ich inzwischen zu finden vermocht. Ihn brachte wohl das Mädchen (in mir) auf diese Kuschelspur.

Bergmann: Oh. So ist das - ! Was Liebe alles vermag!
[In minimaler Schriftgröße: „Ist denn in deinem Herzen noch Platz für mich...?“]

Vaga: Mit welchen klitzekleinen Mitteln willst du mir denn ins Auge stechen?

Bergmann: Kannst du's nicht lesen? : Ob du in deinem Herzen noch Platz hast für mich...

Vaga: Doch - ich konnte es lesen, und: Jetzt, da das Klitzekleine nicht geheim geblieben, ist die große Frage: Ob du es ertrügest, schriebe ich als Antwort nur ein klitzekleines Ja, um das Hintergründige nicht übertrieben in den Vordergrund zu treiben?

Bergmann: Ja, ich ertrag's. Ich bin's meiner Schlangenliebe schuldig. ... Beiß mich!

scalidoro: Moi, ihr seid witzig.

Vaga: Moi find' ich auch witzig, Scal. Ist das bajuwarisch?

scalidoro: "Moi" ist eine so spontane Interjektion, dass ich die Quellregion im Archaischen vermute.

Vaga (8.3.2012): )
Bergmann (8.3.2012): !!!

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram