KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Montag, 24. Oktober 2016, 22:08
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Persona grata

536. Kolumne

Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten oder lebenden Toten sind zufällig, rein zufällig, absichtlich zufällig, zufällig absichtlich, rein absichtlich und nichts als die reine Absicht.

Persona non grata

Arthur steht im Theaterfoyer und sieht Raum und Zeit dort als das Stück vor dem Stück, das er sehen wird als Stück im Stück.
Wie kopflos wandelt das aufgedunsene Kleid da herum, wie lächerlich die Schritte dieser zugeschminkten Gesichter, selbst der Kopf ein Kleid!, denkt Arthur. Er sieht, plötzlich neben sich selbst stehend, die aufgeblähte Winzigkeit, das ganze Scheitern mit der unbewussten Last der Selbsterkenntnis, die das Lachen auf des Messers Schneide in kaum noch heimliches Weinen verwandelt.
Im Lachen, sagt sich Arthur, erreichen wir die höchste Stufe der Erkenntnis, ohne es zu wissen. Im Weinen reinigen wir uns vom fast Gewussten. Aber formulieren können wir diese Wahrheiten nicht. So schlimm ist ihre Schönheit.

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