KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Freitag, 16. Dezember 2016, 21:45
(bisher 533x aufgerufen)

Carpe noctem

543. Kolumne


Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten oder lebenden Toten sind zufällig, rein zufällig, absichtlich zufällig, zufällig absichtlich, rein absichtlich und nichts als die reine Absicht.




Eines Tages, sagt Arthur, wache ich nachts auf, und ich weiß nicht, bin ich wach, bin ich nicht wach, gehört das noch zum Traum - und während ich hier mit dir rede, frage ich mich, bin ich jetzt wach oder bin ich nur in einem anderen Traum?
Und wie entscheidest du dich?, frage ich.
Genauso wie ich mir am Tag einrede wach zu sein, begreife ich die Wirklichkeit als Metapher des Traums oder den Traum als Metapher der Wirklichkeit, ich weiß nur nicht, wann das eine und wann das andere stimmt, ich vermute, es läuft so oder so auf das Gleiche hinaus, sagt Arthur.
Wie kannst du, frage ich, in dieser Ungewissheit leben?
Indem ich mit ihr lebe wie mit der Nacht in meinem Traum, sagt er. Weißt du, die Sicherheit der Wissenden kommt mir so bodenlos vor, dass ich glaube, meine Unsicherheit gibt mir da viel mehr Halt.

Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 loslosch (13.01.17)
phasenweise erlebe ich das so! (ein bisschen habe ich mich wiedergelesen.)
Graeculus (69)
(13.01.17)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Zur Zeit online: