Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Montag, 08. Januar 2018, 13:14
(bisher 4.962x aufgerufen)

Machine Gun Preacher

von  Dieter_Rotmund


Gastkolumnistin  Sylvia über Machine Gun Preacher aus dem Jahre 2011

Dieser amerikanische Film beruht auf einer wahren Biografie, basierend auf das Buch von Sam Childers "Another mans war".
Der Regisseur: Marc Forster
Schauspieler: Gerard Butler, Michelle Monoghan, Michael Shannon
Handlung: Der Berufsverbrecher Sam wurde aus der Haft entlassen. Während seiner Abwesenheit fand seine Frau Lynn zu Gott und gab das Strippen auf. Sie nahm Sam mit zu den Gottesdiensten und er verwandelte sich zum Christen, der sein Leben umstellte, um in den Dienst Gottes zu treten. Er reiste, mit missionarischem Auftrag, in den Sudan. Dort erlebte er, wie die Miliz LRA Kinder tötet. Er baute ein Waisenhaus auf und versuchte die Kinder zu beschützen. Am Ende wurden Originalbilder der Familie Childers aus dem Sudan gezeigt.
Anmerkung: http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/ueberregional/service/machine-gun-preacher-sam-childers-berichtet-in-heeslingen-d60362.html: Sein Leben ist hollywoodreif: Sam Childers war Drogendealer, Alkoholiker, Motorrad-Rocker und Waffenheld, bevor sein Dasein eine drastische Wende nahm und er sich seitdem für Waisenkinder in Ostafrika engagiert. Auf Einladung der Kirche kam Childers am Donnerstag, den 7. Mai 2015 nach Heeslingen. In der ehemaligen Gartenland-Halle der Firma Fricke, Zum Kreuzkamp 7, berichtete er ab 19.30 Uhr von dem Kinderdorf "Angels of East Africa", das er im Süd-Sudan mit seiner Frau gründete. Dort wurden mehr als 300 Kinder aus den Kampfzonen des Bürgerkrieges versorgt. Sam Childers erzählte begeistert von den fünf Waisenhäusern, die er mit seiner Frau führte, während Bilder aus dem Sudan über einen Projektor gezeigt wurden. Er trat locker auf und trug eine Jeans mit einem Shirt. Auf seinem Arm befanden sich mehrere Tätowierungen. Den Vortrag gestaltete er weder trocken noch beengt. In ihm befand sich eine Natürlichkeit, als wär er ein langjähriger Nachbar. Immer wieder beantwortete er private Fragen, die man zwischendurch stellen konnte. Seine kriminelle Laufbahn verschwieg er nicht. Er gestand, wie schwer es ihm fiel, den christlichen Glauben zu leben, weil es 'crazy' war, überhaupt Gedanken an Gott zu verschwenden. Die Frage, ob er jemals einen Menschen getötet hätte, beantwortete er nicht. Dafür gab er zu, nicht alles an der Verfilmung seines Buches zu mögen, doch die Hauptsache war für ihn, dass das Leiden der Kinder, die im Sudan lebten, transportiert wurde.
Ich vermutete, er mochte die Darstellung seiner Person nicht, aber wie geschrieben, nur meine Vermutung.

Persönliches: Ich kann den Film empfehlen, der in Deutschland nicht in den Kinos lief, sondern gleich auf DVD zu beziehen war.

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag

Graeculus (69)
(04.01.18)
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 Sylvia meinte dazu am 04.01.18:
Ja, Greaculus, das kannst Du.

 Dieter_Rotmund antwortete darauf am 05.01.18:
Was ist ein "Waffenheld"? Kenne nur "Waffennarr".

 Sylvia schrieb daraufhin am 05.01.18:
Na, vielleicht jemand der sich mit der Waffe als Held fühlt oder darstellt? Das Wort entsprang nun nicht meinem Geiste und gehört zu dem Original Artikel aus der Zeitung.
toltten_plag (42)
(08.01.18)
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 Dieter_Rotmund äußerte darauf am 08.01.18:
Also ich finde gut, dass Kinos, fast immer sind es die Programmkinos, solch ein Angebot machen, dass sie mit tatsächlich anwesenden Filmschaffenden (im weitesteten Sinne) ein Art Mehrwert anbieten, meist eben in Form eines sog. Q&A. Das gibt es sonst nur auf Filmfestivals. Was mich dabei stört, ist, dass dabei oft ausschließlich über "die gute Sache an sich" gesprochen wird und kaum noch/nicht mehr über den Film. Da fühle ich mich dann vereinahmt von einem beflissenen Bildungsbürgertum-Publikum, das "mit einem guten Gefühl" nach Hause gehen will. Stellt man in einem solchen Kontext mal eine harmlose, rein handwerkliche Frage, ist man plötzlich Paria.

Antwort geändert am 08.01.2018 um 13:04 Uhr

 Sylvia ergänzte dazu am 08.01.18:
Ups, mir ist ein r entlaufen :) Dieter würdest du es bitte ändern?

Den Film würde ich nicht unter 'sanft gespülten Anliegen' laufen lassen. Mich wunderte lediglich, dass er nicht in den Kinos (zumindest den Deutschen) lief.
LG Sylvia

 Dieter_Rotmund meinte dazu am 08.01.18:
Ist erledigt.

Mich wunderte lediglich, dass er nicht in den Kinos (zumindest den Deutschen) lief.
Mich nicht, der Trend geht schon lange dahin, dass die Multiplexkinos (sowieso) und auch die auf einer Ebene darunter (also so 'ne Mischform) dieselben Filme wochenlang im Programm halten und immer weniger Wechsel haben. Das führt natürlich dazu, dass immer weniger Filme überhaupt einen Verleih und damit in die Kinos finden.

Antwort geändert am 08.01.2018 um 13:18 Uhr

 Sylvia meinte dazu am 08.01.18:
Danke schön.

Ist das der Zeit des Streaming geschuldet? Ich las mal, die Kinos sowie Bücher und Zeitungen wären am Aussterben, wegen dem Internetangebot.

Antwort geändert am 08.01.2018 um 13:52 Uhr
toltten_plag (42) meinte dazu am 08.01.18:
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 Dieter_Rotmund meinte dazu am 09.01.18:
Lieber Parkprof, ich finde Deinen Kulturpessimismus erfrischend und teile ihn meist, doch hier wirst Du unglaubwüridg: Nach Deinen eigenen Angaben gehst Du mehrmals in der Woche ins Kino. Also muss es dort doch hin und wieer was geben, was Dich anspricht, was Dich fasziniert.
toltten_plag (42) meinte dazu am 09.01.18:
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 Dieter_Rotmund meinte dazu am 10.01.18:
wänns nach ehna gange wär
Jaaaa, nicht verkommen lassen!

"Filme, die ich 2017 einfach gern gesehen habe, trotz alle dem, trotz all der Zeitstehlerei, die sich in heutigen Kinons ständig zuträgt!" - diese Gastkolumne nehmen wir / nehme ich gerne auf, es steht Dir natürlich frei anderswo zu veröffentlichen, z.B. in er FAZ in Konkurrenz zu Dietmar Dath zu treten (wobei ich persönlich die Texte von Verena Lueken besser finde).
toltten_plag (42) meinte dazu am 10.01.18:
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