dünnes Eis

Dialog zum Thema Stimmung

von  süßerMacho

A: Servus, wie geht´s dir?

B: Kennst du das Gefühl, wenn du auf einen gefrorenen See steigst, aber nicht weißt ob dich das Eis trägt?                                                                                     
                                                                     
A: Das musst du mir erklären.

B: Naja, stell dir vor: Es ist erst seit ein paar Tagen richtig kalt, der See ist ganz zugefroren aber du weißt, dass es gefährlich ist. Du denkst dir, das Eis kann noch nicht dick genug sein. Aber trotzdem steigst du auf Eis. Du redest dir ein: Es trägt dich, und das Eis trägt dich. Die Angst bleibt dennoch im Hinterkopf. Ganz vorsichtig gehst du also kleine Schritte vor. Winzige Trippelschritte nur. Und je weiter du vom sicheren Ufer weg kommst, desto größer wird die Angst. Das Eis könnte brechen, du sinkst ein und alles wäre zerstört. Batsch! Einfach so.
Deshalb bleibst du immer nahe genug am Ufer, falls deine Angst zu groß wird oder du ein leises Knacken hörst oder einen winzigen Riss siehst. Selbst wenn du es dir nur einbildest. Damit du mit einem Schritt wieder ans Ufer gelangst. Doch gleichzeitig denkst du dir, ein Schritt, nur ein weiterer Schritt wäre gegangen.
Weißt du was ich meine? So geht´s mir Moment jedenfalls.

A: Alter, wenn du verliebt bist, redest du echt nur Scheiße.

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