Und wenn der Kuss
von Mund zu Mund
die Lippen zart berührt,
es schweigt der Rand,
der nach Worten giert,
es brennt unweigerlich
das Verlangen,
das tief im Herz schweigt –
für diesen Augenblick
und alle weitre Stunden, bereit
sich ganz zu geben.
Vergessen ist für diese Zeit
das äußre blasse Leben,
denn nur der Kuss berührt,
was in der Tiefe angerührt.
Anmerkung von Georg Maria Wilke:
inspiriert durch Camille Claudels "Kuss"
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