Gewitterdämmerung

Naturgedicht zum Thema Wetter

von  DerHerrSchädel

Einsamer Kirchturm, weiß,
Der in die schwarzen Wolken ragt.
Dumpfes Geläut der Glocken,
Erstickendes Echo in schweigendem Dunkel.

Last schwüler Tage, bedrückende,
lähmend nasse Luft.

Sommerschwer braust sie auf
Türmt sich zu Gebirgen.

Geschmack von Salz in sturmwerdender Brise.
Tornado! Krächzt es im Radio.

Ein Böses naht
Und die Schwärme der Schwalben
Flüchten in ihre Verstecke.

Eine Stunde später
Ist alles wie zuvor,
Bedrückende Luft bleibt.
Ächzende Kraft, die zu Schweiß zerrinnt.


(Juni 2014)


Anmerkung von DerHerrSchädel:

Aus gegebenem Anlass...

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 niemand (11.06.14)
Eigentlich gut beschrieben, nur dieses "Ein Böses naht"
will mir nicht recht gefallen, weil es uns, die Menschen, welche an solchen Wetterkatastrophen ihre Schuld nicht verleugnen können,
ins Licht des unschuldigen Opferlammes rückt. Weiteres ist ja hinlänglich bekannt, also schweige ich jetzt lieber zur Thematik.
LG niemand
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram