Ein einsamer Gast

Drama zum Thema Lebensbetrachtung

von  Horst

Ich fühlte mich in dieser handverlesen Gesellschaft irgendwie wie ein Clown und war dabei aber überhaupt nicht glücklich darüber. So mimte ich es deshalb nur, um den Eindruck dieser Menschen auf dieser Party entsprechen zu können.
Dennoch hätte ich weinen können wie ein Schlosshund, doch vor dieser ausgesuchten Gesellschaft, war mir dies unmöglich. So musste ich weiter mein verkrampftes Lächeln aufsetzen, um meine Tränen geschickt damit zu verbergen. Überall war Gelächter zu vernehmen, ein Gelächter, das aber kein Auslachen war, sondern von den geladenen Gästen dort, als Ausdruck ihres puren Glücks zu verstehen war, welches trotzdem nervtötend auf mich wirkte, weil ich deren Stimmungslage nicht teilen konnte.
Vor Nervosität zuckte mein linkes Bein in regelmäßigen Abständen und ich fuhr mit meiner rechten Hand immer wieder hektisch über mein blasses Gesicht, welches vom Schweiß Tröpfchen auf meiner Stirn bildeten, bis es bald so viele waren, das ich sie nicht mehr zählen konnte.
Mit all diesen Symptomen, ging es mir nur noch schlechter und ich wagte deshalb nicht, auch nur mit einen Gast dort ein Gespräch zu beginnen. So isolierte ich mich auf der Party zunehmend und war ganz für mich allein und gab mich den Gästen dort betont introvertiert, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, ein Gespräch mit ihnen führen zu müssen.
So blieb mir nur noch eine Option: Das Fest schnellstens zu verlassen!
Also holte ich aufgeregt meine Jacke von der Garderobe ab und fuhr mit dem Taxi traurig und mitgenommen wieder nach Hause - in mein Refugium für alle Fälle, wie ich es immer nannte. Müde und abgekämpft legte ich mich in mein Bett, schaltete noch das Licht aus, ehe ich einschlief wie ein Toter.


Anmerkung von Horst:

Heilung??

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Kommentare zu diesem Text


 Dieter_Rotmund (22.10.19)
" dieser handverlesen Gesellschaft " ...?
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