Vincent und niemand

Text

von  nautilus

in Saint Remy
zerrissen zwischen
den Spitzen der Zypressen
Räumlichkeit und Farbe

pflücke ich
nährende Oliven
von Leinwänden

denn die Ermüdung
sie nimmt Überhand
in meinem Spiegelungen

flüchtig ist mein Verstand
in stiller Erwartung
auf den nächsten

Stern

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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (20.09.21)
"Olive pickers in a grove?" ---

Tatsächlich ist ja die Betrachtung der schönsten Kunstwerke auf Dauer ermüdend. Am Ende weicht der Wunsch nach weiteren Sternen, dem nach einem kühlen Hellen, nä?

 nautilus meinte dazu am 21.09.21:
Lieber Achter,

ich hab versucht einen Text zu schreiben in dem ich mich in Van Goghs Lebensphase in der Heilanstalt Saint Remy einzufühlen versuchte, falls sowas denn möglich ist. Es geht also um kein spezielles Bild. Der Stern wird in seiner Symbolik wohl oft als Gottheit gedeutet. Danke und liebe Grüße

nautilus

 Teichhüpfer (20.09.21)
Aufgaben der Unmöglichkeit, oder Ansagen, da musst Du aufpassen.

 Quoth (02.10.21)
Hallo nautilus,
vor großer Kunst kann man sich schon mal wie ein "niemand" fühlen, und vielleicht hat Vincent selbst sich wie ein "niemand" gefühlt, denn obgleich er sich wie kaum ein andrer Maler auf die Leinwand brachte, wollte niemand das anerkennen, niemand etwas von ihm wissen ... Du hast Dir ein schönes Symbolbild gegeben - von Winnie-the-Pooh, wie er den Inhalt eines Honigtopfes genießt. Möge er Dir Halt geben! Gruß Quoth
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