Neulich mit dem Sinn des Lebens

Elegie

von  Aron Manfeld

Er rauchte neben mir eine Zigarette
Abgewetzte Lederjacke Halstattoo
Sense of life

Wozu leben wir

Sein Kehlkopf zuckte beim Biertrinken
Dann setzte er die Pulle ab
Wischte sich über den Mund

Hör mal wenn es nicht so viele kleine Scheisser wie Dich gäbe
Die ihr kleines beschissenes Leben damit vergeuden
Diese bescheuerte Frage zu stellen
Anstatt zu leben wäre doch alles gut
Komm trink ein Bier mit mir



Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

Kommentare zu diesem Text


 Regina (29.11.22, 14:22)
Ja, manche leben, um sich zu besaufen. So ist es.

 DanceWith1Life meinte dazu am 29.11.22 um 22:23:
ist das von Budweiser gesponsert, lach, "it dosen't get better than this" ( Strand, Lagerfeuer, Bier)
sorry, ich vergaß das , cheers, war einfach lang nich mehr saufen.
Ich bevorzuge "Radler, das benebelt nich so und man hat das ganze Ritual plus Mitleid aus der Starkbierfraktion.

Antwort geändert am 29.11.2022 um 22:27 Uhr

 Aron Manfeld antwortete darauf am 30.11.22 um 16:28:
Das ist hier sozusagen eine Fortsetzung vom Sonett Kein Karl Marx, liebe Regina.

Friedrich Engels formuliert es so:

Der Mensch muss essen, wohnen und sich kleiden, ehe er Philosophie treiben kann - und nicht umgekehrt.

Antwort geändert am 30.11.2022 um 16:29 Uhr

 Aron Manfeld schrieb daraufhin am 30.11.22 um 16:29:
Lieber Dance,

tatsächlich könnte es Bierwerbung sein. Dank Dir!

 AchterZwerg (30.11.22, 07:07)
Ja,
die Unfähigkeit zu leben, bedrückt viele. Gerade die Sinnforscher.
Am Ende nie gelebt zu haben (oder nur selten), ist aber das Schlimmste von allem.

Zum Gücklichsein gehört Talent. Und zwar eines, das mit zunehmendem Alter abzunehmen scheint. ---

Mir gefällt dein Gedicht sehr gut. Das Stimulans ist austauschbar; die Rede des Biertrinkers im Kern richtig.

 DanceWith1Life äußerte darauf am 30.11.22 um 07:57:
deswegen  cheers

 Aron Manfeld ergänzte dazu am 30.11.22 um 16:34:
Das ist natürlich ein weites Feld, liebes Zwergl.

Diese Sinnsuche ist bequem - da ich ständig nach dem Sinn suche, brauche ich mich nicht anstrengen, am wirklichen Leben teilzunehmen. Ich bin der göttliche Beobachter, der über den Dingen steht.

Dank Dir!

 Aron Manfeld meinte dazu am 30.11.22 um 16:35:
Prost, lieber Dance!

Aber bitte mit Weizen ...

 Agnete meinte dazu am 30.11.22 um 19:09:
Flucht. Mancher flieht in Alkohol, mancher in Drogen, mancher in Arbeit. Flucht vor der Realität. LG von Agnete

 Aron Manfeld meinte dazu am 30.11.22 um 19:11:
Arbeit adelt, liebe Agnete.
Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram