Traumdeutung

Gedicht

von  Janna

Ich hab dich nicht vergessen, nein.
Erst gestern kramte ich in Ruhe
in Winkeln der Gedächtnistruhe,
da fiel der alte Traum mir ein:

Ich suchte dich in einem Haus;
voll Sorge war ich, so wie immer.
Verzweifelt lief ich durch die Zimmer,
ein Raum sah wie der andre aus.

Dann kam ein runder, ganz zuletzt,
an dessen Wand ein Spiegel hing,
in dem sich nun mein Blick verfing.
Ich war schockiert und sah entsetzt:

Das war ein fremdes Angesicht
mit stumpfem Blick. Den krummen Rücken
schien eine Last hinabzudrücken
Die Frau im Spiegel war ich nicht.

Ich hab dich nicht vergessen, nein.
Ich schließe die Gedächtnistruhe
und gönne mir ein wenig Ruhe.
Das Kramen lass ich erst mal sein.



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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (18.01.26, 19:32)
Lach, ich war mir auch zeitlebens ein Rätsel
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