Hallo Jack!
Brief
von Wastl
Kommentare zu diesem Text
Das „Motiv des Schreibens“ liest sich ja schon wie eine Doktorarbeit in Germanistik. Vllt. hat das jemand tatsächlich schon untersucht - wir wissen es nur nicht.
Das Festhalten von Sprache in Wortschrift dient der Kulturpflege, aber auch als Mahnmal, in dem sie die in der Vergangenheit bösen oder guten oder Geschehnisse, aber auch generell den Zeitgeist oder persönliches konserviert und in die Zukunft verlustfrei überträgt.
Tatsächlich lauert in der Eitelkeit beim Schreiben eine Art - Gottkomplex - oder der Wunsch nach Unsterblichkeit, weil nun mal diese - wie gesagt - verlustfrei in die Zukunft übertragen werden wollen.
Sie sind also von „Dauer“, sie überleben sogar den Schreiberling selbst und können als konservierter geistiger Nachwuchs betrachtet werden. Es ist ein Zeugungsakt, wenn man so will. Die Geburt der Unsterblichkeit in Texten, das ist pure Eitelkeit im Grunde, weil es einen Versuch darstellt, dem geistigen Tod zu entkommen.
Es sind Fußspuren, die hinterlassen werden, um zukünftigen Menschen einen Blick in die Vergangenheit zu gewähren, aber auch vllt. den Blick in sich zu kehren - je nach Art des Textes.
Der Ursprung der Schriftsprache aber liegt in der Verarbeitung und Verbreitung von Informationen. Sie war zu aller erst völlig unpersönlich und wurde für Zwecke der effizienteren Verwaltung erfunden.
Das Festhalten von Sprache in Wortschrift dient der Kulturpflege, aber auch als Mahnmal, in dem sie die in der Vergangenheit bösen oder guten oder Geschehnisse, aber auch generell den Zeitgeist oder persönliches konserviert und in die Zukunft verlustfrei überträgt.
Tatsächlich lauert in der Eitelkeit beim Schreiben eine Art - Gottkomplex - oder der Wunsch nach Unsterblichkeit, weil nun mal diese - wie gesagt - verlustfrei in die Zukunft übertragen werden wollen.
Sie sind also von „Dauer“, sie überleben sogar den Schreiberling selbst und können als konservierter geistiger Nachwuchs betrachtet werden. Es ist ein Zeugungsakt, wenn man so will. Die Geburt der Unsterblichkeit in Texten, das ist pure Eitelkeit im Grunde, weil es einen Versuch darstellt, dem geistigen Tod zu entkommen.
Es sind Fußspuren, die hinterlassen werden, um zukünftigen Menschen einen Blick in die Vergangenheit zu gewähren, aber auch vllt. den Blick in sich zu kehren - je nach Art des Textes.
Der Ursprung der Schriftsprache aber liegt in der Verarbeitung und Verbreitung von Informationen. Sie war zu aller erst völlig unpersönlich und wurde für Zwecke der effizienteren Verwaltung erfunden.
Danke für diesen ausführlichen Kommentar. Ich hoffe, dass der Großteil nicht von einer KI stammt, sondern auf genaue Recherche oder Dein eigenes Wissen zurückzuführen ist.
Deinen Ausführungen stimme ich im Prinzip zu, nur habe ich eine andere Auffassung vom Ursprung der Literatur.
Ich gehe davon aus, dass es die zwischenmenschliche Kommunikation war, etwas, das wir Menschen im Westen nur spärlich zu beherrschen scheinen. Ein Dialog zwischen zwei Menschen mit Mehrwert wird nämlich nur selten geführt, wie ich beobachtet habe.
Selbst die Drehbücher dialoglastiger Filme wie die von Ingmar Bergman zeigen selten, wie schön und fruchtbar ein gutes Gespräch zwischen zwei Menschen sein kann.
Da frage ich mich, ob das Geschriebene zum Teil auch aus der Ernüchterung entstanden ist, dass ein fruchtbarer und angenehmer Dialog zwischen zwei Menschen nur selten stattfindet – und somit ein riesiger Monolog, der in sich Dialoge trägt, der Trost für gescheiterte soziale Aktivitäten wurde?
Deinen Ausführungen stimme ich im Prinzip zu, nur habe ich eine andere Auffassung vom Ursprung der Literatur.
Ich gehe davon aus, dass es die zwischenmenschliche Kommunikation war, etwas, das wir Menschen im Westen nur spärlich zu beherrschen scheinen. Ein Dialog zwischen zwei Menschen mit Mehrwert wird nämlich nur selten geführt, wie ich beobachtet habe.
Selbst die Drehbücher dialoglastiger Filme wie die von Ingmar Bergman zeigen selten, wie schön und fruchtbar ein gutes Gespräch zwischen zwei Menschen sein kann.
Da frage ich mich, ob das Geschriebene zum Teil auch aus der Ernüchterung entstanden ist, dass ein fruchtbarer und angenehmer Dialog zwischen zwei Menschen nur selten stattfindet – und somit ein riesiger Monolog, der in sich Dialoge trägt, der Trost für gescheiterte soziale Aktivitäten wurde?