Hey, Frau mit Spleen!

Minnesang

von  klausKuckuck

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Hey, Frau mit Spleen! Bist du vorausgeflogen,

Gerade eben im Gedankenflug,

Gleich hinterm Bahnhof bist du abgebogen,

Als hinter dir die Bahnhofsuhr – dreizehn schlug.


Hey, Frau mit Spleen! Ich seh uns beide fliegen,

Wir treffen uns demnächst an einem Baum,

Du bist dann schon mal auf den Baum gestiegen,

Wer weiß: Der Baum gehört vielleicht zu einem Traum.


Hey, Frau mit Spleen! Dort in die Ferne blickend,

Sitzt du und fragst dich, wie krieg ichs hin,

Den Mann mit Spleen, an seinem Traume strickend,

Mit List als Träumenden in meinen Traum zu ziehn.


Hey, Frau mit Spleen! Uns trennen viele Welten,

Doch in der Träumerei wärn wir ein Knüllerpaar,

Wir könnten insofern als Traumpaar gelten,

Das nicht nur eine Zwischenzeitbekanntschaft war.



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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (04.09.26, 07:38)
. :D
Kann ich sehr gut nachvollziehen.
Die Spleenigen, sogar die Schrillen, sind mir allemal lieber als solche, die den Senkgruben der Kleinbürgerlichkeit entsprungen zu sein scheinen!

 klausKuckuck meinte dazu am 05.09.26 um 02:49:
Es will mer net innen Kopp enei,
wie kann nur der Spleen net aus Frankfurt sei! 




Antwort geändert am 05.09.2026 um 02:54 Uhr

 plotzn (04.09.26, 08:49)
Eine wunderbare Träumerei, lieber Peter, bei der man sich ein Happy End wünscht, auch wenn es nicht wahrscheinlich erscheint...

Liebe Grüße
Stefan

 klausKuckuck antwortete darauf am 05.09.26 um 03:13:
Happy Ends sind doch am schönsten, Stefan, wenn sie unwahrscheinlich bleiben – liest man jedenfalls auch in ernst zu nehmenden Gedichten,

:sick: Peter
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