Ich arbeite schon seit dreizehn Jahren für die Herrschaften. Seitdem die Frau des Eigentümers dieser Dreihundertzimmervilla am Mittelmeer verstorben ist, spinnt er. Jedes Mal, wenn etwas kaputtgeht, wirft er das teure Teil gleich weg.
Vorgestern war es noch der zehn Millionen teure Bugatti, nur weil der Aschenbecher beim Öffnen und Schließen ein wenig geklemmt hat. Ich habe ihn natürlich gleich aus dem riesigen Müllcontainer, den er sich erst neulich gekauft hat, mit einem geleasten Kran herausgefischt und für neuneinhalb Millionen über eBay verkauft.
Gestern hat er seine 30 Millionen Euro teure Gulfstream G300 in den riesigen Müllcontainer geworfen, nur weil der Teppich unter einem Passagiersitz, auf dem er sowieso nie sitzt, einen winzigen Riss aufwies. Daraufhin habe ich das gute alte Stück mit meiner Frau und zwei geleasten Kränen aus dem Müllcontainer gehievt und bei eBay für 29,5 Millionen eingestellt.
Doch damit nicht genug: Nur weil der Lack auf einem Rettungsring ein wenig abgesplittert war, hat er seine 150 Millionen Euro teure, 60 Meter lange Jacht in den 70 Meter langen Müllcontainer werfen lassen. Daraufhin gelang es mir, die maritime Schönheit zusammen mit meiner Tochter, meinem Sohn und meiner Frau mit vier geleasten Kränen wieder herauszuziehen. Diesmal habe ich das Luxusböötchen nicht bei eBay, sondern bei Sotheby's mit einem Anfangsgebot von 140 Millionen Euro zur Versteigerung freigegeben.