Oma jagte den Hallodri
mit der Harke vom Hof.
Er wollte Spaß, keine Verantwortung
für das Kind, das in Irmchens Bauch wuchs
und als zweiten Vornamen
den Familiennamen seines Vaters bekam,
der achtzehn Jahre lang
Mindestunterhalt zahlte
und seinen unehelichen Sohn
in der Dorfkneipe ignorierte.
Bier und Schnaps hielten den Schmerz auf Abstand
Der Sohn wurde selbst Vater.
Mutter sagte: Heirate die Frau,
sie ist eine gute Partie
und hübsch ist sie auch noch.
Ein Eheleben zwischen Job,
Kneipe und Glotze
und in der Wohnung hauste
die Unzufriedenheit.
Bier und Schnaps machten das Leben erträglich.
Nach der Scheidung Neubeginn
mit der anderen, die drei Kinder hatte
und eine Wirtschaft.
Bier und Schnaps gehörten zum Alltag
und fraßen die Einkünfte auf.
Mindestunterhalt für den Sohn
und in der Stadt laufen
Vater und Sohn aneinander vorbei.