Tabuthema: In Pflege
Kurzgeschichte zum Thema Allzu Menschliches
von Moppel
Kommentare zu diesem Text
Triggerwarnung
Danke für diese kurze, harte und ehrliche Beschreibung der Pflege.
Von außen lässt sich vieles leicht sagen – doch Pflege bringt Menschen in einen Zwiespalt, der kaum auszuhalten ist.
Sie kann zur Überforderung werden, zu inneren Abgründen, zu Gedanken, die man eigentlich niemandem anvertrauen mag. Die ich hier jedoch offen benennen will. Das Paradoxon aus Pflicht, Verantwortung, Zuneigung, Schuld kann zu Gedanken an Selbstmord oder gar Mord führen können. Hier zeigt sich dann, das nächste Problem, die nächste Überlastung, die Frage nach der Abgabe der Last an Fachpersonal, Pflegeeinrichtung, ohne sich selbst zu verraten.
Pflege verändert den Alltag, die Beziehung und den Menschen selbst.
Wer es nicht erlebt hat, kann die Schwere kaum ermessen.
Danke für diese kurze, harte und ehrliche Beschreibung der Pflege.
Von außen lässt sich vieles leicht sagen – doch Pflege bringt Menschen in einen Zwiespalt, der kaum auszuhalten ist.
Sie kann zur Überforderung werden, zu inneren Abgründen, zu Gedanken, die man eigentlich niemandem anvertrauen mag. Die ich hier jedoch offen benennen will. Das Paradoxon aus Pflicht, Verantwortung, Zuneigung, Schuld kann zu Gedanken an Selbstmord oder gar Mord führen können. Hier zeigt sich dann, das nächste Problem, die nächste Überlastung, die Frage nach der Abgabe der Last an Fachpersonal, Pflegeeinrichtung, ohne sich selbst zu verraten.
Pflege verändert den Alltag, die Beziehung und den Menschen selbst.
Wer es nicht erlebt hat, kann die Schwere kaum ermessen.
Ich maße mir kein abschließendes Urteil an, kann aber aus Erfahrung an mir und meiner Familie einiges nachvollziehen.
Zeiten ändern sich und uns, der Text zeigt das sehr besonders. Nicht nur die Gepflegten kommen und gehen, sondern auch die Pflegenden befinden sich in einem auf und ab. Der/die ein/e bleibt länger im Jammertal und kommt vielleicht nie wieder heraus, während andere dreimal neue Kraft schöpf(t)en.
Vielleicht richten sich manche Menschen auch (einfach?!) in ihrem Tief ein, stellen Bilder von Sonnenaufgängen und sonnigen Tagen auf, sehen diese aber nicht mehr wirklich und bleiben in ihrem Bilderbuch mit GROSSBUCHSTABEN verhaftet. Sie resignieren und ergeben sich, so denken sie, und meinen ein Schicksal anzunehmen, von dem sie nicht merken, das weitere Missgünstigkeit auf dem Trittbrett ihres mobilen Schneckenhauses bereits mitfährt. Sie nehmen alles an und alles auf. Sortieren ist ihnen zu viel, zu komplex, zu unangenehm, denn es bedeutet unangenehme Einsicht und auch Entscheidung. Das muss manche/r erst lernen.
Entscheidung für ein Leben heißt nicht selten: etwas gehen zu lassen. Doch wenn das Schuldgefühl die Peitsche schwingt, welcher „gute“ Mensch wagt da aufzubegehren? Respekt ist so oder so angebracht; Mitleid hingegen nicht immer.
Zeiten ändern sich und uns, der Text zeigt das sehr besonders. Nicht nur die Gepflegten kommen und gehen, sondern auch die Pflegenden befinden sich in einem auf und ab. Der/die ein/e bleibt länger im Jammertal und kommt vielleicht nie wieder heraus, während andere dreimal neue Kraft schöpf(t)en.
Vielleicht richten sich manche Menschen auch (einfach?!) in ihrem Tief ein, stellen Bilder von Sonnenaufgängen und sonnigen Tagen auf, sehen diese aber nicht mehr wirklich und bleiben in ihrem Bilderbuch mit GROSSBUCHSTABEN verhaftet. Sie resignieren und ergeben sich, so denken sie, und meinen ein Schicksal anzunehmen, von dem sie nicht merken, das weitere Missgünstigkeit auf dem Trittbrett ihres mobilen Schneckenhauses bereits mitfährt. Sie nehmen alles an und alles auf. Sortieren ist ihnen zu viel, zu komplex, zu unangenehm, denn es bedeutet unangenehme Einsicht und auch Entscheidung. Das muss manche/r erst lernen.
Entscheidung für ein Leben heißt nicht selten: etwas gehen zu lassen. Doch wenn das Schuldgefühl die Peitsche schwingt, welcher „gute“ Mensch wagt da aufzubegehren? Respekt ist so oder so angebracht; Mitleid hingegen nicht immer.
Ich wünsche, abzutreten, bevor ich gepflegt werden muß.
Danke, Moppel für deinen Text und die Einblicke!