Dies ist eine Satire, geschrieben von unserem Politredakteur Bully Bullshit. Ähnlichkeiten mit existierenden Personen oder Geschehnissen wären rein zufällig.
Liebe Bürger, Wähler, Parteifreunde,
Wir, die acht Ministerpräsidenten der (geschwärzt) beantworten heute hiermit die „indirekte Vertrauensfrage“, die es rechtlich gar nicht gibt. Also, wir meinen, wir beantworten die Vertrauensfrage positiv, äh negativ im Sinne von : Es hat sie ja gar keiner gestellt. Das war wieder nur so ein Hype der sensationsgeilen Medien.
Was wir also sagen wollen, ist: Wir alle stehen hinter dem Bundeskanzler. Wie hieß der grad noch? Ach, egal.
Was wichtig ist, wir stehen! Obwohl wir alle auch schon Rücken haben, Ein echtes Opfer also. Wir bitten deshalb, dies wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen.
Und wenn wir hinter ihm stehen, dann können wir ihm später unbemerkt und leichter in den Rücken fallen. Hahaha. Kleiner Scherz. Muss auch mal sein in diesen schwierigen Zeiten.
Wir hätten uns natürlich auch vor ihn stellen können. So, wie das eine Hundebesitzerin täte, um ihren kleinen Hund vor einem bissigen, großen zu schützen. Oder neben ihn, an seine Seite, so wie Freunde das tun. Aber dann hätten wir nicht auf das Gruppenfoto der Wild-Zeitung gepasst.
Darum nun schreiben wir diesen Brief. Damit alle Bescheid wissen, wo wir stehen. Sozusagen über jeden Zweifel erhoben, äh, erhaben.
Also, werte Bürger, Wähler, Parteifreunde, die Sache ist doch völlig klar, oder?
Anm. der Redaktion:
Analysiert wurde dieser Brief von dem Sozialpsychologen Dr. Schauinsland und dem Sprachwissenschaftler Dr. Schaunichtvorbei. Beide kommen zu demselben, knappen Statement:
Ungeachtet dessen, ob man den angesprochenen Kanzler mag oder nicht -
Wer solche (Partei)Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.