REVUE PASSIER'N HIER HEUT EIN PAAR GEDICHTE / NICHT NUR ZU NADELBÄUMEN WIE DER FICHTE...

Revue zum Thema Gedanken

von  harzgebirgler


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DIE WELT LIESS EINST REVUE PASSIER'N „REVUE“

DOCH IST DIE ILLUSTRIERTE LÄNGST PERDU

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https://de.wikipedia.org/wiki/Revue_(Illustrierte)


STATTDES PASSIER'N HIER HEUT REVUE GEDICHTE

NICHT NUR ZU NADELBÄUMEN WIE DER FICHTE...

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lärchen fichten linden tannen

brauchen keine badewannen

und na klar wie eschen erlen

ebenfalls null badeperlen


weil ja regen auf sie fällt

der ihr laubwerk sauber hält

und die nadeln logo auch

ohne duschkopf ohne -schlauch


aus den wolken pur von oben

die natur muss man drob loben

hat gerichtet das schön ein -

dennoch wollt' ich baum kaum sein...


*


Tannen Linden Lärchen Fichten
oh erzählen still Geschichten
wie auch lautlos ihresgleichen
Eschen Erlen Espen Eichen
von des Wachsens langer Dauer
unter Sturm und Regenschauer
unter Sonne Frost und Schnee
wenn ich also Buchen seh
oder Ahorn Birken Weiden
die sich oftmals trauernd kleiden
mit bemoost-zerfurchter Rinde
denk an Wachstum ich und finde
auch die Möbelindustrie
denkt ans Wachstum - aber wie?!...


*


göss' es öfter wie aus kannen

würd' das fichten lärchen tannen

ebenso wie auch die föhren

ganz bestimmt kaum je groß stören


doch zunehm'nde trockenheit

macht ihnen seit ein'ger zeit

schwer zu schaffen und der'n borke

findet voll ein käfer knorke


der sie gnadenlos befällt

futtert was das zeug nur hält

bis der baum letztendlich tot

und dann umzufallen droht


was im harz kein schönes bild

dessen wälder durch das wild

gleichfalls viel schaden nehmen -

triebfraß führt zu problemen*...


*https://www.deutschlandfunkkultur.de/jagd-auf-rehe-den-wald-vor-dem-wild-schuetzen-100.html


*


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tannen fichten lärchen linden

die wir oft als bäume finden

wie ja immer noch insgleichen

eschen erlen espen eichen


pappeln ahorn birken buchen

ham dem schlagbaum was voraus

ebenso dem apfelkuchen

denn auch der schlägt selten aus


doch auf schlagsahne verzichten

selbst in üppigeren schichten

einfiel mir bei ihm mitnichten...

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*


DER BAUM



Er wächst empor und wurzelt tief
aus winz´gem Keim, worin er schlief
in seiner Gänze schon und Pracht,
die Schatten spendet, Freude macht,
wenn man sie blühend sieht, belaubt,
nicht winterlich des Kleids beraubt.
Naht der Frühling und spricht: „Zeige!“
zum Gerippe bloßer Zweige
„Oh Baum-Natur, was in dir steckt!“,
wird lang Verborg´nes aufgeweckt,
drängt voller Lust ans Licht hervor,
schmückt leuchtend sich mit Blütenflor,
läßt auch manche Früchte spriessen,
die wir oft und gern geniessen:
So schmecken wir, was er uns schenkt,
der Baum, den stiller Segen tränkt –
Himmels Segen und der Erde,
der ihm zuspricht: „Wachse! Werde!“
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Doch ob Palmen, Zedern, Eichen:
So hoch alle Bäume reichen –
der Himmel wölbt unendlich weit
sich über sie in Ewigkeit,
gönnt nicht nur Bäumen die Gestalt,
die sich gesell´n zu dichtem Wald
und wurzeln müssen, so wie wir,
das mit Vernunft begabte Tier.
Wurzellos auf Erden wohne
nie der Schöpfung stolze Krone,
weil auch Werke wohl gelingen
und den Sinn zum Vorschein bringen
aus des Menschen Wurzelkraft,
die be-gründet, was er schafft
und die höchsten Früchte treibt,
wenn er getreu den Wurzeln bleibt –
wie ein Baum sich erst entfaltet
aus dem Grund, der in ihm waltet...


*

führt wer wen hinter die fichte
mit treuherzigstem gesichte
sollte er schon fichten kennen
und nicht pinie fichte nennen

denn sonst kann es ihm passier’n
wen nicht hinter die zu führ’n
sondern - pech auf ganzer linie -
lediglich um eine pinie...


*


das höchste ist am weihnachtsbaum die spitze

was viele kugeln freilich anders seh'n

die ärgern sich dass ich ganz oben sitze

und sind zudem ja keinesfalls so schön


wie ich“ sprach die drum halblaut zu sich selber

ein jeder sieht doch wie es sich verhält:

die gelbe kugel wird vor neid noch gelber

was mir im grunde überaus gefällt!“


mir kannst du aber nicht das wasser reichen“

gab daraufhin der rauschgoldengel kund

und müsstest echt die segel kleinlaut streichen!“


ach halt die gosch!“ fuhr die ihr übern mund

du hängst am baum eh rum wie fast am galgen -

ich werd' mich kaum mit solchen hängern balgen!“...



*


 am weihnachtsbaum das wichtigste sind zweige -

die zweigen ab von ihm und wern bestückt

mit meisenknödeln kaum jemals geschweige

gar -ringen was die meise zwar entzückt

die manche auch an heiligabend haben

weil sie sich ja gewöhnlich nie verdrückt

zur gaudi von kohlrabi und kohlraben

nein ihr schmuck folgt alten traditionen

welche dem fest zum glück innewohnen

sonst würd' selbst der hund in der pfanne verrückt...
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