Rückblick an einem Wahlsonntag

Gedicht zum Thema Politik

von  Citronella

Einst folgten wir den roten Fahnen,

besaßen nichts und glaubten fest,

es ließe sich Utopia planen,

in jedem Land, ob Ost ob West.


Der Traum verschwand bald in der Ferne.

Nun schworen wir aufs neue Grün,

verteufelten die Großkonzerne,

und wollten sparsam sein und kühn.


Es ging bergauf in unserm Leben,

wir wählten Gelb und blieben lau

an unsrer alten Scholle kleben

mit eignem Haus, mit Kind und Frau.


Das schwarze Erbe schnell verfressen,

sah‘n wir gesättigt auf die Welt.

Die Ideale längst vergessen,

erstrebten wir Karriere, Geld.


Auf einmal scheint die Welt uns bunter,

erschrocken blicken wir hinaus.

Wir sind nicht mehr ganz frühjahrsmunter

und spenden mäßigen Applaus.


Wir könnten die Palette mischen,
die uns bis dato oft verführt,
und würden diesen Ton erwischen:
Ein Friedensweiß, das uns berührt.





Anmerkung von Citronella:

(2016/2022, überarbeitet - aber nicht den aktuellen Verhältnissen angepasst))

Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von niemand, Schtzngrrrrm und Aber.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Moppel (20.09.26, 11:43)
ich denke, Citro, es würde wohl ein mpdes Grau dabei herauskommen. Gemischt wurd demnächst sicherlich fleissig..., 
und wir sehen den Erfolgen mit Spannung entgegen.
lG von M.

 Citronella meinte dazu am 20.09.26 um 12:42:
Moppel, ich habe von Malerei keine Ahnung, weiß aber, dass unter bestimmten Bedingungen aus mehreren Farben ein Weiß entstehen kann. Grau würde ja nur durch Schwarz und Weiß entstehen, denke ich - und das wollen wir ja alle nicht ...  ;)

LG Citronella

 Reliwette (20.09.26, 11:43)
Citronella, ich staune! Ein sauberer Text. Als Maler und Bildhauer kenne ich die Farben sehr genau, aber du schreibst, dass diese Auswahl nicht den genauesten Stand wiedergibt. Es wäre sehr aufschlussreich, wenn die fehlende Farbe hier benannt würde...
Mit frdl. Gruß! Hartmut T. Reliwette 
Zur Zeit online: