Der tägliche Posaunenchor

Gedicht zum Thema Gesellschaftskritik

von  Citronella

Die Welt um uns wird wirrer jeden Tag

und wer dies heut noch immer leugnen mag,

dem fehlen höchstwahrscheinlich die Sensoren.

Kontrollinstinkte hat er längst verloren.


Gelogen wird, bis sich die Balken biegen.

Betrüblich ist, wenn alte Medien schwiegen

und nur das ewig Gleiche ausposaunen.

Dabei gäb's auf der Welt genug zum Staunen.


Schön wär's, es würde gründlich recherchiert

damit die vierte Macht auch funktioniert,

und das, was man dem Leser zugesteht,

dann wirklich in Bewusstseinstiefe geht.


Wo bleiben denn Berichte über Stade,

was schwelt da alles hinter der Fassade?

Und welche Illegalen sind geblieben,

die massenhaft in Ceuta antrieben?


Ich möchte diese Welt doch nur verstehn

und nicht nur immer eine Seite sehn.

Denn vieles, was im Medienwald verborgen,

birgt doch auf lange Sicht ganz andre Sorgen.



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Kommentare zu diesem Text


 franky (06.09.26, 11:07)
Hi liebe Citra 

"Ich möchte diese Welt doch nur verstehn
und nicht nur immer eine Seite sehn." 
Das möchte ich auch. 

Liebe Grüße von Franky 

 Citronella meinte dazu am 06.09.26 um 11:23:
Hi Franky, 

leider fehlt heute die neutrale Mitte in der Berichterstattung: Auf der einen Seite die konzertierten Altmedien, die überwiegend von der dpa versorgt werden und daher alle im selben Tenor berichten (vom staatsfinanzierten ÖRR will ich gar nicht reden), auf der anderen Seite die immer stärker werdenden alternativen Medien, die oft ausgiebig recherchieren, aber auch manchmal übers Ziel hinausschießen. Um sich ein klares Urteil bilden zu können, muss man schon viel jonglieren …

Liebe Sonntagsgrüße
Citronella
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