Unter Tannen

Pantun zum Thema Melancholie

von  Moppel


 

Und unter Tannen liegt solch stille Schwere,

die dir Vergangenheit heraufbeschwört.

Sie füllt mit weichem Moos die stumme Leere

von dem, was ging und dir nicht mehr gehört.

 

Was die Vergangenheit heraufbeschwört

in Bildern, die dir lange Nächte weben,

ist etwas, was dir längst nicht mehr gehört

und mit der Zeit beginnt, dir zu entschweben.

 

In Bildern, die dir lange Nächte weben,

tanzt deine Seele ihren letzten Tanz

um etwas, das beginnt, dir zu entschweben.

Wie Blüten welken an dem Sommerkranz.

 

Die Seele will nicht lassen, schwebt mit dir im Tanz.

Doch kann ich deinen Kuss nicht mehr erfühlen.

Wie eine Blüte welkt am Sommerkranz,

wenn Herbst beginnt, die Nächte schon zu kühlen.

 

Ach, ich kann deinen Kuss nicht mehr erfühlen

und da ist nichts als nur die stumme Leere.

Der Herbst beginnt, die Nächte auszukühlen

und unter Tannen liegt schon Winter-Schwere.

 

Für Achim



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Kommentare zu diesem Text


 Citronella (27.09.26, 12:18)
Moin Moppel, ein Pantum habe ich noch nie geschrieben. Aber je öfter ist eines von dir lese, desto besser gefällt mir diese Form.

LG Citronella

 Moppel meinte dazu am 27.09.26 um 14:11:
ja, manchmal schreibe ich eines. Im Moment habe ich so eine  Pantun( ich mag es liebr mit n)-Phase. Danke Citro. lG von M.

 Orca (27.09.26, 12:57)
Moin Moppel,
Ein Pantun habe ich noch nie verfasst.
Dein Machwerk scheint gelungen zu sein.
Da bleib ich dran.
Es grüßt 
Orca

 Moppel antwortete darauf am 27.09.26 um 14:12:
Ja, versuchs ruhig mal. Ist nicht so leicht wie es wirkt... ;)
lG und danke von M.

 franky (28.09.26, 10:57)
Hi liebe Moppel
 
Dein herrliches Werk macht mich schwer und Traurig.
Wie kann man so Viel wunderbare Zeilen aneinander füge;
Bleibe aufrichtig 
und von Deinen Worten betäubt zurück.
 
Liebe Grüße von Franky

 Moppel schrieb daraufhin am 28.09.26 um 11:16:
danke franky., für dein dickes Lob.Die schönsten Werke schreibt der Dichter doch mit einer Prise Melancholie... lG
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