Glück,
du kommst nicht laut.
Du legst dich
wie warmes Licht
auf meine Schulter,
bleibst dort
einen Atemzug länger
als die Nacht.
Vielleicht bist du
die Hand,
die im Dunkeln
nach meiner sucht,
ohne zu fragen,
ob noch Zeit ist.
Vielleicht dein Mund
an meiner Schläfe,
dein Atem
zwischen Haut und Herz,
dieses leise Wissen:
Ich bin nicht allein.
Draußen
schiebt der Morgen
seine blassen Farben
unter die Tür.
Noch ist nichts entschieden.
Und doch
liegt in deiner Nähe
bereits dieser erste
warme Ton
des Tages.
Glück,
du trägst das Morgen
in dir.
Nicht als Versprechen.
Eher wie einen kleinen Samen,
der unter der Haut
von Zeit
und Sehnsucht
schweigt,
bis wir uns berühren
und plötzlich
alles in uns
zu blühen beginnt.