"Here’s to You“ - EVdR

Gedanke zum Thema Besessenheit

von  EVdR

Entartete Visionen der Realität 

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„Here’s to You“



Ein weltberühmten Justizskandal

um die italienischen Einwanderer,

Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti. 



Die beiden Anarchisten?,

wurden in den 1920er Jahren,

in den USA,

in einem höchst umstrittenen Prozess,

wegen Raubmordes,

verurteilt und 1927 hingerichtet. 


Der Fall löste weltweit massive Proteste aus.

Er gilt als Paradebeispiel für Klassenjustiz 

und Fremdenfeindlichkeit.




Der historische Fall (Sacco und Vanzetti)


• Die Personen: 

Ferdinando „Nicola“ Sacco (Schuhmacher) 

und 

Bartolomeo Vanzetti (Fischverkäufer), 

wanderten aus Italien in die USA aus 

und schlossen sich dort, 

der anarchistischen Arbeiterbewegung an.



• Die Anklage: 

Im Jahr 1920 wurden sie beschuldigt, 

bei einem bewaffneten Überfall, 

auf eine Schuhfabrik,

in South Braintree,

zwei Angestellte ermordet 

und 

15.000 US-Dollar erbeutet zu haben.



• Das Urteil: 

Trotz extrem dünner Beweislage, 

Alibis 

und 

dem Geständnis eines anderen Täters,


wurden sie 1921 schuldig gesprochen. 


Nach sieben Jahren in der Todeszelle wurden sie,

am 23. August 1927,

auf dem elektrischen Stuhl, 

hingerichtet.


• Die späte Rehabilitation: 

Erst 50 Jahre später, 

im Jahr 1977, 

stellte der Gouverneur von Massachusetts, 

offiziell,

fest, 

dass Sacco 

und 

Vanzetti,

keinen,

fairen,

Prozess erhalten hatten.





© EVdR 10_2026



Was die anarchistische Arbeiterbewegung wollte:


Politische Macht:

Keine. Vollständige Zerschlagung des Staates, der Polizei und Justiz.


Wirtschaft: 

Selbstverwaltung. Arbeiter besitzen und leiten Fabriken und Land kollektiv.


Gesellschaft: 

Freie Organisation. Dezentrale Kommunen vernetzen sich freiwillig ohne zentrale Regierung.


Strategie: 

Direkte Aktion. Generalstreiks und Fabrikbesetzungen statt Teilnahme an Wahlen.




Zum historischen Kontext: 

In den USA der 1920er Jahre,

(der Zeit von Sacco und Vanzetti), 

wurden diese Ideen von der Regierung 

und 

den wohlhabenden Schichten 

als fundamentale Bedrohung 

der amerikanischen Ordnung angesehen. 


Dies führte zu einer Welle der Hysterie („Red Scare“), 

die den beiden Einwanderern letztlich zum Verhängnis wurde ...




Musikalische Interpretationen:


Ennio Morricone - Here's to You (In Concerto - Venezia 10.11.07)

Ennio Morricone - Here's to you - Münchner Rundfunkorchester


Joan Baez

Nana Mouskouri

Daliah Lavi - die Version in 3 Sprachen, englisch, französisch, deutsch

Georges Moustaki - La marche de Sacco et Vanzetti (Here's to you) - Live 1979


Franz Josef Degenhardt





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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (11.10.26, 19:37)
Hallo, mein Freund, 
interessante "Retroperspektive". Da kann man im Nachhinein sagen was man will, hingerichtet bleibt hingerichtet - tot bleibt tot.

Herzlicher Gruß"
Hartmut

 S4SCH4 (11.10.26, 19:38)
„…Hinter euch steht heute die Welt
In der das Volk die Macht schon hält…“


 
Gesungen 1972 von F.J. Degenhardt, auf Mutter Mathilde.
Doch was blieb übrig?
 
Die Arbeiter, wo sind sie?
Sie schweigen, sind sich selbst der größte Anführer.
 
Die moderne Arbeitswelt ist eine Reflektion jener Machtstruktur geworden, die sie gefangen hält. Diese Arbeitswelt hat keinerlei Macht als Gegenbewegung, geschweige denn zu ihrer Befreiung.
 
Witzfiguren nehmen in den Medien die Plätze von Freiheitskämpfer ein.
Tätowierte Piratenflencer spielen das Handelsimperium nach.
 
Das damals zwei Einwanderer aus Handwerk und Handel den amerikanischen Traum in den 1920ern angeblich bedrohen sollten, geht auf die Rote Angst der USA in jenen Jahre zurück. Rot ist /war die Angst, weil sie durch Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus eingefärbt schien.
 
Heute?
Farblosigkeit!
Angst vor der Angst!
Angst zu Versagen!
Angst abgehängt zu werden!
Ich wiederhole mich: es gibt keine Gegenbewegung der Arbeitswelt, sie übernimmt die Ängste der Politik und der Wirtschaft 1:1. Sie haben sich ihr eigenes Gefängnis geschaffen und bezahlen noch ihre Wärter.


Die heutige Nostalgie hinter Anarcho und Co. sind gezielte Werbemaßnahmen des Kapitals für "Andere", ... wie Reservate für indigene Völker oder so ... 

Nicht die Obrigkeit hat mehr Angst (zu versagen), sie hat diese geschickt in die Köpfe der Arbeiter gespielt, ich beginne mich bereits zum 3ten mal zu wiederholen ...

... ist das ein Gebet?
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