Steinstufen, wie jene die vom Rathausplatz in die Altstadt hinabblättern, von Jahrhunderten durchwachsen ohne auch nur eine Spur davon offen zu legen. Der Kaiser wollte Geld für Krieg. So wurde es erzählt, er kam, als wir am reichsten waren, das war vor hunderten von Jahren und nichts hat sich daran geändert. Der Lehrer erzählte diese Begebenheit mit diesem Stolz der Heimatverbundenheit, weltmännisch, wirtschaftlich erfolgreich, ein Kaufmann unserer Stadt war so reich, dass sogar der Kaiser sich Geld für den Krieg lieh. Von den 40 Schülern der Klasse bemerkte kein einziger die verdrehte Darstellung, ich damals auch nicht. Nur die Kriege sind teurer geworden. Die Waffen technisch verbessert, tödlicher, schneller, gezielter, weitreichender, flächendeckender, die Metalle härter, undurchdringlicher, ferngesteuert. Und der Kaiser wurde durch Minister ersetzt, der Reichtum durch Schuldscheine. Moment, eines hat sich doch geändert, der Krieg wird nicht mehr von den Reichen finanziert, er macht sie noch reicher.
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