Mein persönlicher Albtraum
... wir harren aus, in einem geschundenen Körper, bis der "Hein" kommt und uns mit sich nimmt.
Kein schöner Gedanke und das, was ich im
narkotischen Delirium gesehen habe, war
nicht tröstlich, im Gegenteil -- ein jämmliches Stück Fleisch, ein Etwas, ein elendes Leibniz-Monaden-Stückwerk, zwischen behaarten Rücken, welches, seiner Wünsche entledigt, auf einen gewaltigen Seelenfleischwolf zusteuert, der alles verwurstet und zu einem lächerlichen Brikett eindampft, welches sich auf eine Ofentür zubewegt, um seinen Restnutzen einzulösen.
Das also soll das Leben nach dem Tode sein? -- die Wiedergeburt, das himmlische Dasein, die Erleuchtung, das Nirwana?
Nein, vielen Dank, dann lieber die unsichtbare Hand, die den Lichtschalter umlegt und uns in die gnädige Dunkelheit des Nichts entlässt.
Ich habe ja nur geträumt und mich eigentlich zu den Guten gezählt aber nicht immer danach gelebt -- für eine bessere Welt, für eine Welt ohne Rassismus, ohne Krieg und Verfolgung, für eine Welt mit Verständnis und Gleichberechtigung.
Gut, das ist mir nicht immer gelungen und mein Urteil gegenüber Dummheit und Ignoranz war nicht immer gnädig. Sei's drum, ich hatte eine spannende Kindheit und ein Leben ohne Hunger und Schmerz. Nichts wird mehr so wie es war. Ach leck mich doch.
Sept.26 nach einer Operation.