KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Sonntag, 02. Dezember 2018, 23:36
(bisher 475x aufgerufen)

Der König von kv

641. Kolumne


Ut desint vires tamen est laudanda voluntas

Es war einmal ein Märchen, das hieß kv. kv war ein Schreibland, das wurde regiert von einem König jenseits der einstigen Mauer. Der erzog seine User zur Freiheit, aber es gab auch Regeln, und die wurden eingehalten, weil er darauf achtete. Eines Tages tadelte der User B. die Userin S. ein wenig unfreundlich - da schritt der König ein und sperrte den User B. eine Woche lang von der Gemeinschaft aus. Damals erwarb sich der König den Beinamen Herbergsvater, weil er Frieden und Ordnung verlangte und meist auch durchsetzte. Er wurde ein geachteter König.
Da kamen drei Rüpel ins kv-Land. Und die schufen Unruhe. Irgendwie gefiel das dem königlichen Herbergsvater; er ging kumpelhaft um mit den Störern des Friedens, er hoffte, sie würden einsichtig, aber sie scherten sich nicht um des Königs Hoffnung. Bald kamen noch wüstere User, noch schlimmere Rüpel. Die sind immer noch im kv-Land und schreiben zersetzende Texte und kennen keine Grenzen. Und was macht der König nun, der seinen Beinamen längst abgelegt hat? Er appelliert an die Vernunft, denn er hat irgendwann mal Kant gelesen und predigt den kategorischen Infinitiv: es wird sich alles von selbst geben, denn die Vernunft ist so mächtig, sie ist größer als Gott!, denkt er. Gut sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun. So regiert er dahin und klagt: Wenn er weniger als 500 Untertanen hat, löscht er sein Reich. Und wenn kv nicht gestorben ist, so lebt die Vernunft noch heute.

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 loslosch (30.11.18)
das märchen vermeidet fremdwörter, sagt meine omma.

kritisieren -> tadeln
unterminieren -> zersetzen
appellieren -> beschwören

nun greift omma nach der dicken brille ...

 Lala (30.11.18)
Bitte, bitte böser Mann, bitte bring den Bösen für mich um? Aber wer ist denn der Böse? Wir sind ja jeder des Anderen Troll.

PS: Was sagt denn die Omma zum lateinischen Sinnspruch?
Echo (34)
(30.11.18)
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 Lala (30.11.18)
... und kann man mal konkreter werden? Wer sind die pösen pupen, welche Namen tragen? Ist's wieder der garstige Miachael Köhnen, der James Joyce und Alfred Döblin Universalversteher? Solxx? Der Freund der Flachwelten und Flachargumente? Lothar, der mit Namen und Anschrift allerlei Unsinn mit der Esoterik betreibt? Bin ich es, der alle toten Mütter nochmal totbeißen muss? Wer, verdammtnochmal?
Echo (34) meinte dazu am 30.11.18:
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 loslosch antwortete darauf am 30.11.18:
@lala: die omma liest den spruch verdreht: ut desint viri, tamen est laudanda voluptas. wenn die männer auch fehlen, so ist das gelüst (nach ihnen) doch zu loben.

 EkkehartMittelberg (30.11.18)
Wahrscheinlich hat der König den richtigen Zeitpunkt verpasst, die Rüpel in ihre Schranken zu weisen. Wenn seine Untertanen das Reich lieben, müssen sie selbst tätig werden. Dein Märchen ist ein Beitrag in diese Richtung.

 Bergmann schrieb daraufhin am 02.12.18:
Lieben Dank fürs Kommentieren.
Ich habe zwei Wörter märchenhafter gemacht - danke, lieber loslosch!
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