Stadtmorgen, 1. Fassung

Alltagsgedicht

von  Rosalinde

Der kleine Blick, ein Halbmoment,
hinaus ins Freie, fällt auf Waschbeton.
Erneut das Herzensleer in dir, es brennt,
ergreift Besitz vom Leib. Und ohne Ton,
ein Seufzer nur, so kurz wie Käferleben,
gehst du zurück ins Zimmer. Verhangen
ist die Welt für dich. Ein feines Schweben
in der Luft, du fühlst dich eingefangen.
Es schleicht sich in die Stadt ein Morgen.
Der Nachtschweiß sitzt in deinen Häuten,
der Schnecke gleich bist du geborgen.
Und irgendwo hörst du es läuten.


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Kommentare zu diesem Text

uwesch (82)
(26.11.23, 15:01)
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