Aufbruch der Knospen

Naturgedicht

von  Rosalinde

Ein Tag, so kahl

wie Bäume im Winter. Nichts, und doch,

der Sommer kommt, sobald sich

die Erde aus dem Schlaf windet, die Erde,

der blaue Stern.


Wir reden nicht von Gefühlen,

die überdauern die Regen nicht, die aus

Melancholien stammen, die wir

uns nicht erklären können,

ob wir auch wollen.


Wer spricht von den

Apfelbäumen, die blühen werden,

wenn schon die Tage voll Licht schwinden

und die Züge immer noch

fast pünktlich fahren?


Wach bleibt das Erinnern.

Was große Worte? Wir haben sie

hinter uns. Sieh die schwangere Pappel

am Straßenrand, sieh

den Aufbruch der Knospen.


20.4.16




Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text

Agnetia (66)
(29.02.24, 11:58)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Zur Zeit online: