Wolkenspiel

Alltagsgedicht

von  Rosalinde

Stunden verschütten.
Mein Mund im ersten Gras, Duft
kühler, grauer Erde.
So lieg ich.

Unrast der Wolken,
fernes Flüstern, Rauschen
der Bäume. Ein Lichtstrahl,
mich trägt es hinauf.

Der Himmel zerfließt.
Milchig das Greco-Antlitz, es blickt
aus dem Blau, Feuer und Wasser
im Haaresgewölk.


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Kommentare zu diesem Text


 franky (03.01.24, 11:01)
Hi liebe Rosalinde 

Ein schönes, ist eher ein Frühlingsgedicht.
Du liegst im Gras und betrachtest das Spiel der Wolken am Himmel.

Grüße von Franky
Daniel (50)
(03.01.24, 13:13)
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 Vaga (03.01.24, 14:46)
Für mich ein Vanitas-Gedicht, das sich in drei Stufen/Strophen sehr sinnlich beschreibend dem 'Vergänglichkeitsgedanken' nähert. 

Zu Beginn ist da das 'Mundfühlen'
im ersten Gras
ein 'Duftfühlen'an
kühler, grauer Erde
So wird es übertragen zum Sinn, und bildlich zum 'Probeliegen'.


(Be-)deutungsvoll
ein Lichtstrahl
der Erkenntnis in Z3 der zweiten Strophe. Das LI schwankt zwischen der Frage 'wohin die Reise geht' und der, wohin sie nicht geht, denn 

bereits in der nächsten Zeile/Strophe sieht es, dass
Der Himmel zerfließt.
und mit ihm
das Greco-Antlitz
(m. E. hindeutend auf die Christusdarstellungen El Grecos).


Bilder, die sich einprägen. Auch in diesem Gedicht sind sie zu finden!

Kommentar geändert am 03.01.2024 um 14:48 Uhr

 Rosalinde meinte dazu am 03.01.24 um 16:50:
Ich danke Ihnen für Ihre Kommentare, liebe
Hobbyautoren.

Rosalinde

 Vaga antwortete darauf am 04.01.24 um 19:54:
Mein Hobby ist es nicht. Aber ich bin ja auch kein Autor.
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