Dass du dich erinnerst

Alltagsgedicht

von  Rosalinde

Alles braucht seine Zeit, 

kein Gras wächst über Nacht,

deine Briefmarkenwelt, sie gab dir

zu denken, es häuften sich

kleine und große Abschiede.


Dich trieb es, was dich bewegt,

in Verse zu setzen, in Stanzen

und Sonette, die kaum

jemand las, die nichts veränderten,

weder die Welt noch dich.


Du spürtest, da muss

noch mehr sein, die ganze Welt

in einem Gedicht - war das

nicht dein Traum, hochfliegend

und nie erreicht?


Heute, mitunter,

fallen dir ein paar Zeilen ein,

das Erinnern schmerzt, du lächelst,

und das alte Papier duftet

wie feuchtes Heu.


7.4.15


Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text

Beislschmidt (71)
(19.01.24, 08:55)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Daniel (50)
(19.01.24, 14:04)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Cathleen (56)
(22.01.24, 21:00)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Zur Zeit online: