Wer singt falsch?

Verserzählung zum Thema Fremdgehen

von  franky

*

Auch der liebe Gott singt falsch.

Kaum zu glauben und doch ist es wahr!
Er hat mir eins über den Schädel gegeben,
weil ich so frech war ein Leben zu leben.
Randvoll erfülltes Leben hat seinen Preis!
Es bringt so viel Glück, was kaum jemand weiß.

Und ich habe das Lied zu endegesungen.
Mit herrlichen Melodieen auf liebenden Zungen;
Doch plagt mich seither ein böses Gewissen;
Ein wilder Sturm hat den Vorhang zerrissen.

Am Ende der Welt ist eine Stelle ganz klein;
Wenn ich ankomme möcht ich sterben und tot sein.
tot sein wie ein ganzer Friedhof der weint.
Rings um mich sind Feuerstellen vereint.

Ihr Licht mit glanzlosen Augen erschlagen,
ich kann diesen traurigen Blick nicht ertragen!
Eine Stimme in mir hat mich deutlich belehrt:
Ich hab dich gewarnt, du hast nicht gehört.

Hab im Vorübergehen einen Rosenzweig gepflückt.
Mich unbefugt mit diesen Blüten geschmückt.
Jetzt blüht er aus meinen Händen zen an der Zahl.
kann ihn nicht entfernen, Schönheit und Qual.

Ich wollte den Weg aus Spuren von Licht!
Dann sah ich die Tränen in deinem Gesicht.
Die blutenden Hände und Herzen verkleiden
Hinterlaßen trotzdem die Spuren von Leiden.

© by F. J. Puschnik

*


Anmerkung von franky:

Am Schluß sind alles nur Engel;

Kommentare zu diesem Text


 erdbeermund (04.08.06)
Ein sehr schönes, wenn auch schmerzvolles gedicht, gefällt mir sehr gut.
Die erste und letzte Strophe gefallen mir am besten, sie haben so viel an sich dass ich verbinden kann, und sie berühren mich sehr mit ihrer Aussage.
Wirklich sehr gut gemacht.
Ganz liebe Grüße für einen schönen Tag von Lara=)

 franky meinte dazu am 04.08.06:
liebe lara
danke für deinen ehrlichen kommentar.
du hast recht, der anfang und die letzte strophe fügen sich gut zu einander.vielleicht werde ich den rest noch bearbeiten;
vielen dank für deine empfehlung.
wünsche dir auch einen schönen tag
für dein herz schicke ich dir sonne,
damit der regen nicht dein himmelblau zerstört..
franky

 TrekanBelluvitsh (29.01.13)
Dem lieben Gott ist es gleich. Aber 'wir' sind 'wir', sind soziale Wesen (so sagt der Wissenschaftlermund). Und alles was wir tun, hat miteinander zu tun, ob wir es wollen - nein, wir wollen es nicht: "Das geht dich nichts an!" - oder nicht.

Nur das Leiden ist einsam.
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