Kehrmaschinenaudienz

Prosagedicht zum Thema Stadt

von  Fallenone

Wenn hell nun
mein Augenspiegels Blick,
des Rinnsteins Schatten sucht,
dem Wasser auszuweichen,
grob und schnell-fließend.

Gurgelnd laut, voll höhnen.
Ein Kanon-schaffend Tief.

Kein Traum die fahlen Wände füllt,
papierfetzenbehangen,
vergangenheits-bewusst.

So bleibt ein braunes Wasser,
in dem manch ein Kupferstück,
verschwindend klein,
sich glänzend anschickt,
nicht vergessen zu werden.

Ein starker Strom,
schreiend durch Asphaltmetal,
dem schwarzen Nichts entgegen.

Unten
scheint
ein
Hoffen...

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Kommentare zu diesem Text

Susa (52)
(19.10.06)
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 kirchheimrunner (24.11.06)
aussergewöhnlich. Das Gedicht ver/dichtet sich zum Schluss hin. Am Anfang scheint es ein wenig, dass lyrische Wortgetüme (papierfetzenbehangen) sperrig wirken.
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