Es kommt nicht darauf an

Innerer Monolog zum Thema Leere

von  Emotionsbündel

Ich schreibe Gedanken in den Wind,
hinterlasse Träume an Mauern
und Wünsche vor verschlossenen Türen.
Niemand sieht es, niemand liest es.

Ich laufe barfuß durch Atlanten,
suche Seite für Seite das Mehr an Gefühl.
Nachts stehe ich dem Mond gegenüber
und berühre ihn mit ausgestrecktem Daumen,
fühle mich, als käme ich nicht von dieser Welt.

Schlaflosigkeit verschmilzt mit Leere,
tagsüber funktioniere ich,
Kummer wird mit süßem Brot gestopft.
Glaubst du an Liebe?

Zeit rinnt wie Sand dahin und schlägt Wellen
Momente der Unbeschreiblichkeit
Momente der Leichtigkeit
formen mich zu deinem Juwel,
doch bleiben nichts als Momente.

Und fassungslos zerbricht mein Herz


Anmerkung von Emotionsbündel:

12.02.2012

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Kommentare zu diesem Text

chichi† (80)
(12.02.12)
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 Jorge meinte dazu am 12.02.12:
So empfindet es nicht nur Gerda, sondern auch ich.
Sonntagsgrüsse
Jorge

 Emotionsbündel antwortete darauf am 13.02.12:
@ Gerda und Jorge
Hallo ihr zwei,
ich freue mich, dass der Text so gut rüberkommt. Herzlichen Dank für eure Kommentare und Klicks.
Liebe Grüße,
Judith
Lena (58)
(12.02.12)
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 Emotionsbündel schrieb daraufhin am 13.02.12:
Hallo Arja,
danke für deine lieben Worte und die Sternchen. Es freut mich, dass dir der Text gefällt und er durchaus verständlich ist.

Liebe Grüße in deinen Alltag und einen Drücker zurück,
Judith

 princess (12.02.12)
Liebe Judith,

ich lese von Gedanken, Träumen, Wünschen und verschlossenen Türen, von Schlaflosigkeit, Leere und Funktionieren und denke mir: ja, so sieht es häufig aus, das menschliche Leben. Na und?

Dann lese ich
doch bleiben nichts als Momente.

Und fassungslos zerbricht mein Herz
und verstehe: Die Erkenntnis, dass von allem Fühlen, Denken und Handeln nichts bleibt als Momente, beraubt das Herz seiner Fassung, seines inneren Haltes. Weil es sich das nämlich echt anders gedacht hatte. Irgendwie stabiler, weniger flüchtig. Die gute Nachricht lautet: auch das Zerbrechen ist nur ein Moment, der in neue Momente fließt. Glaube ich jedenfalls.

So, das war jetzt mein innerer Monolog zu deinem inneren Monolog.

Liebe Grüße, Ira

 Emotionsbündel äußerte darauf am 13.02.12:
Über deinen inneren Monolog zu meinem habe ich mich sehr gefreut, liebe Ira. Und du liegst ziemlich richtig.
Es ist die immer wiederkehrende Erkenntnis, zwischen all der Hoffnung, dem Wünschen, Träumen, Denken und "Versuchen", die einen verzweifeln und zerbrechen lässt. Damit wird einem nicht nur der innere Halt, sondern u. U. auch äußerer Halt entzogen. Und ich glaube, es wird so lange "brechen", bis man für sich selbst eine Entscheidung getroffen hat: bleiben und sich abfinden, sich arrangieren oder neue Wege gehen. Leider ist diese Entscheidung nicht so einfach, wie sich davon schreiben lässt.

Liebe Grüße,
Judith
(Antwort korrigiert am 13.02.2012)
Steyk (61)
(12.02.12)
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 Emotionsbündel ergänzte dazu am 13.02.12:
Wird wohl so sein, Stefan ,-)

Dankeschön fürs Lesen und Kommentieren plus *chen. Hat mich gefreut.

Liebe Grüße,
Judith
(Antwort korrigiert am 13.02.2012)

 Didi.Costaire (13.02.12)
Hey, liebe Judith,
du kannst Traurigkeit, Leere und das Gefühl des Nicht-Wahrgenommen-Werdens einfühlsam beschreiben. Die Bilder in der ersten und insbesondere in der zweiten Strophe sind sehr lebendig und man kann sich die verzweifelte Suche fern eingetretener Pfade sehr gut vorstellen.
Den Schluss finde ich nicht so stark. Juwelen sind doch zeitlos unvergänglich, und sie glänzen unabhängig von der Fassung.
Liebe Grüße von Dirk (der an Liebe und gebündelte Emotion glaubt)

 Emotionsbündel meinte dazu am 13.02.12:
.
Es ist mehr als die verzweifelte Suche, Dirk.
Es ist auch das Zerbrechen an der Realität und der Gewissheit, dass es einfach nicht darauf ankommt, ob 99 Cent am Euro fehlen ,-)

Liebe Grüße von Judith
(die an Liebe glaubt, die "Folgerichtiges" auslöst und bewusst macht, was uns der Parnter bedeutet)
Danke für deine Worte zu meinem Text, den in der Tat, nach langer Zeit, mal wieder mein Herz geschrieben hat.
Spocki (57)
(14.02.12)
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 Emotionsbündel meinte dazu am 15.02.12:
.
Wie es auch jeder für sich sehen mag ...
Es kommt einfach nicht darauf an.
hagan (35)
(24.02.12)
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 Emotionsbündel meinte dazu am 12.03.12:
Danke hagan

Liebe Grüße,
Judith
Hutmaedchen (24)
(08.03.12)
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 Emotionsbündel meinte dazu am 12.03.12:
Hallo Hutmädchen,

ich freue mich über deine Worte und dass mir ein "Spürbar" gelungen ist.

Dankeschön und liebe Grüße,
Judith

 kirchheimrunner (18.03.12)
Der Text spricht von Leere, aber auch von Vergeblichkeit. Von der inneren Stimme, die sich gegen diese Ausleerung auflehnen.
Was bleibt?
Gedanken im Wind und Träume an Mauern. Ein Menetekel also: "gewogen und zu leicht befunden"!
Dann die Schritte vorwärts; Ein Weiter. Ein nochmals aufbrechen. Doch die Türen sind verschlossen und die Straßen in Atlanten führen auch nach Nirgedwo!
Wie fühlt es sich dann an, wenn man den Mond berührt?

Die Antwort weiß wohl nur das Juwel.
Gut gelungen.
L.G. Hans

 Emotionsbündel meinte dazu am 19.03.12:
Hallo Hans,
ich freue mich, dass du dich mit meinem Text beschäftigen mochtest und ihn als "gut gelungen" befindest.

Vielen Dank dafür und liebe Grüße,
Judith
rosablume (63)
(23.05.12)
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 Emotionsbündel meinte dazu am 25.05.12:
Hallo Marion,

vielen Dank für deine lieben Worte.
Freut mich
Es braucht wohl einen Zufall, der auf einen neuen Weg führen würde ... denn solange die Hoffnung nicht stirbt, mag man einfach nicht aufgeben, wird fassungslos angesichts einer traurigen Situation, von der man nicht Finger und Herz lassen kann.

Lieben Gruß zu dir
und ein schönes Pfingstfest,
Judith
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