EIN TRAURIGES FRÜHLINGSLIED ALS EICHENDORF- VERSCHNITT MIT WINTEREINLAGE

Gedicht zum Thema Verlassenheit

von  hermann8332

EIN TRAURIGES

FRÜHLINGSLIED


ALS EICHENDORF-

VERSCHNITT


MIT WINTEREINLAGE


Mir träumt

ich ruhte wieder

in meines Vaters Haus


Eisblumen

an den Fenstern


und Reif

an allen Wänden


Der Mond scheint

giftig drein


und draußen

schneit es Flocken


und weiße Hauben

hocken


am Zaun

und glotzen rein


und alles

war voll Schnee


bös glitzern

tat das Eis


Mein Haar

war nicht mehr

schwarz


sondern

vom Alter weiß




Als ich erwacht

und sah

bedrückt ins Tal

hinaus


da säuselte

die linde Luft sehr sanft

durchs zarte Frühlingslaub


und brachte Blumenduft


Ich zog mich an,

verließ das Haus


und

Blütenflocken fielen

mir auf die Brust,

das Haupt …


Ich macht mir

nichts daraus

verbittert

wie ich war


Mein Traum

mir nun erschien

realistisch und klar


Die Wirklichkeit

war Schein ...


Selbst wenn ich es

gewollt:

ich konnt nicht

glücklich sein


Um mich

ein fremdes Land


und eine helle Sonne

stand höhnisch

überm Waldesrand



Als ich hierher gereist

war mein Herz

schon vereist


und starr und kalt

mein Sinn


Warum ging sie

dahin

und hat mich schnöd

verlassen ?


Ich konnts einfach

nicht fassen


und in mir wurde

es Winter


in diesem fremden

Land


wo sie im holden Mai

sich hatte abgewandt


und spurlos verschwand



Ließ mich allein zurück


und stürzte mich

ins Unglück …


Und als ich kehrte

heim ,

da trat ich

vor den Spiegel


Wie sollt es

anders sein ?


Ich geb euch

Brief und Siegel !


Mein Haar

war wieder schwarz

so wie die Farbe

der Trauer


Doch das war

nicht nachhaltig


und nicht

von ewiger Dauer


Denn jetzt

bin ich schon alt

und faktisch

schon ein Greis

´

war`s damals

virtuell


doch wurd ich es

dann schnell

im Lauf von

ein paar Jahren


die für mich

schrecklich waren









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