Vergangene Tage, verblichene Worte auf Papier. Was geblieben ist, sind Emotionen, die in der Schlaufe der Zeit wie eingefroren scheinen. Alte Freunde, die dich auf deinem Weg ein Stück begleitet haben, sind für immer weg. Die Traurigkeit knistert in der Luft. Ein Kaleidoskop der Gefühle. Der Schlaf stiehlt sich wieder verstohlen weg. So viele Gesichter, die wie Wachs schmelzen vor deinem inneren Auge. Du fragst dich was aus denen geworden ist. Du wischst die Gedanken weg, um Platz für neue zu machen. Es ist so voll in deinem Kopf, der eine Abstellkammer voller Schubladen gleicht. Fein säuberlich verpackt, ruhen Erinnerungen in verstaubten Päckchen wie in einer alten Poststelle, die aber nie verschickt werden. Nur die bleiben dir erhalten, wenn das Alter dich einholt und die Zeit versucht sich alles unter die Finger zu reißen.
Was dir bleibt, ist das das du erschaffen hast. Ist vielleicht nicht viel, aber reicht um nicht am Leben zu verzweifeln. Kleine Kunstwerke wachsen unter deiner Finger, reale wie metaphorische. Und damit meine ich nicht meine Texte. Ich bin weit davon entfernt, sie als Kunst zu bezeichnen. Aber wer weißt das schon, was Kunst ist und was nicht. Buntes Gewirr in deinem Kopf, das nicht nachlässt. Egal wie viel Mühe du dir gibst das Gedränge zu unterdrücken. Die Gedanken teilen sich wie Viren, die dein Kopf infizieren. Eine Medizin dagegen gibt es nicht. Wie ein Wärter verschließt du Erinnerungen weg, bis sie wieder ausbrechen. Ein nimmer endender Kreislauf.