Der Fall Karin D.

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von  WinterzeitFachkraft

Die Deutsche Bahn entläßt den Finanzvorstand Karin D.


Begründung: D. soll wegen Kleinigkeiten mit Politiker und Arbeitnehmervertretern gegen sich aufgebracht haben. Politiker hätten nicht den Eindruck, daß sie auch nur ansatzweise eingearbeitet ist. Deshalb hat die Bahnchefin die Reißleine gezogen.


Die Medien erwecken den Eindruck, D. habe immer nur kurze Zeit bei einem Unternehmen gearbeitet, unterschlagen aber, daß sie neun Jahre bei der Deutschen Bank in verschiedenen globalen Führungspositionen gearbeitet hat, spezialisiert auf Vereinfachung von Konzernstrukturen sowie Neuaufstellung interner Dienstleistungs- und Finanzierungsbeziehungen.


Interessant ist, daß Politiker und Arbeitnehmervertreter sich wegen Kleinigkeiten aufregen, so sehr, daß der Aufreger entlassen wird.


Politiker sollen das Volk von der Weisheit der Regierung überzeugen und werden für die undankbare Aufgabe entsprechend abgegolten.


Arbeitnehmervertreter – das sind nach meiner Erfahrung Menschen, die behaupten, die Interessen der Arbeiter gegenüber den Chefs zu vertreten, tatsächlich aber die Aufgabe haben, die Arbeiter zu besänftigen. Selbstverständlich üben sie die gefährliche Mission entsprechend entschädigt aus.


Ausnahmen bestätigen die Regel, werden aber schnell aussortiert. Denn wir wissen, oben hat man den besseren Überblick, und das soll auch so bleiben.


Tja, im Grunde sollte nun klar sein, um welche Kleinigkeiten es geht und warum man einen neuen Finanzvorstand braucht.












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