Ich bin ein ganz alter Hocker;
die Zeit nimmt immer ihren Lauf.
Seit siebzehnneunzig saßen locker
dreitausend Ärsche auf mir drauf.
Gehauen aus ganz hartem Stein,
so steh' ich an des Waldes Rand.
Ein guter Sitzplatz will ich sein,
war lange Zeit fast unbekannt.
Vor hundert Jahren kam aus Holz
ein festes Brett auf meinen Sitz.
Auf dieses Kunstwerk war ich stolz,
allein, es war nicht mein Besitz.
Die Parkbesitzer kamen her,
entfernten dieses schöne Brett,
"Der Hocker soll wie früher sein,
hart und kalt aus festem Stein."
So träum' ich wieder vor mich hin
und denke, denn ich bin so frei:
"Wo ist denn nur des Hockers Sinn?",
da kam ein junges Paar vorbei.
Er setzt sich hin, sie obendrauf.
"Was ist das für ein schöner Platz."
Die neue Zeit nahm ihren Lauf,
ich Hocker, bin ein alter Schatz.