Strampelte seit den frühen Morgenstunden durchs gemeinschaftliche Texte kauen, sie ignorieren die unzähligen teilweise erbrochenen Buchstabenwiederholungen, den Schwarm umhersummender Satzzeichen, die gänzlich angelesene Fadheit lästiger Beurteilungen, den immer wieder klaffenden Morast gegenseitiger Geringschätzung und die vielen merkwürdigen Seitenhiebe, die weder mit den Texten, noch mit dem Bemühen um Ausdruck das geringste zu tun haben.
Sie sind Meister der gerechten Urteilsfindung, erprobt im für und wider der Argumente, extrem sensibel für Einschätzungen und auch sonst der volle Wonnebacken des täglichen Auf und Abs. Was will ich hier? Frag ich mich schon drei, vier Texte später, wohlwissend, das ist garnicht die eigentliche Frage. Natürlich habe ich die längst vergessen im Dauergewitter anderer Meinungen. Wie war es zu Beginn, ich war froh einen Ort zum Üben gefunden zu haben, ähnlich dem Proberaum fürs Schlagzeug, das sollte man nicht in der Wohnung üben, ich spreche aus Erfahrung. Der Einstieg war grandios, die Menschen neugierig, mitteilsam, manche von ihnen hatten sich auf eine Art mit dem Schreiben beschäftigt, da habe ich noch nicht mal dran gedacht. Und sie brachten es rüber, manchmal konnte ich es verwerten oft nicht, da ich ja etwas suchte, obwohl ich nicht mal wusste was genau. Sehr schnell bemerkte ich, dass auch innerhalb dieser leisen Kommunikationsform mit den Lautstärkereglern gespielt wird. Mit dem zu erwartenden Ergebnissen. Gleichzeitig hieß es, man solle sich von Erwartungen befreien, wieder offen für neue Möglichkeiten werden. Mir rauchte der Schädel. Natürlich bemerkte ich langsam dass es keine absolute Wortwahl geben kann, kein perfektes Gedicht, kein ultimatives Buch. Und überhaupt, wenn selbst der Flow einfach nur den Bach runter geht, wird es Zeit nach Ufern zu suchen, hörte ich mich träumen, natürlich ohne Worte, denn die waren ja jetzt vielseitig interpretiert und lagen auf Eis in einem Kühlfach für nicht realisierte Sonderanfertigungen Schuhgröße Yeti, also barfuß im Regen.