du bist noch da

Betrachtung

von  Aber

du bist noch da

doch bist es nicht

vom monitor

kommt buntes licht

der beischlaf füllt 

die leere nicht

du willst was halten

irgendwie 

doch weißt du gar nicht

was es ist

und so verrauscht dir leise

tag für tag


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Kommentare zu diesem Text


 Verlo (01.08.26, 02:58)
Aber, lies "Schlickseim" von Isensee.

Danach weißt du alles.

Oder nichts mehr.

 Aber meinte dazu am 01.08.26 um 03:07:
Lieber nicht, bin eh schon fast am Einpennen, Verlo.

 Verlo antwortete darauf am 01.08.26 um 03:11:
Dann lies, bis du einschläfst.

Vielleicht bist du im Traum dort ...

 Aber schrieb daraufhin am 01.08.26 um 05:07:
Oh Gott, habe gerade geträumt, stehe auf einer Bühne und habe meinen Text vergessen, alles lacht und buht ...

 Verlo äußerte darauf am 01.08.26 um 08:35:
Wenn damit der Traum zu Ende war, würde ich mir Sorgen machen.

 Aber ergänzte dazu am 01.08.26 um 11:44:
Sieht nicht gut aus ...

 EkkehartMittelberg (01.08.26, 06:58)
Die Freifrau von Kalten wollte das Geld halten.

 Aber meinte dazu am 01.08.26 um 07:37:
Nichts sonst bleibt ihr zum Greifen - hätt lieber einen Steifen!

 Moppel (01.08.26, 13:12)
das hört sich so locker an, Aaron und ist doch von kafkaesker Ausstrahlung...
lG von M.

 Aber meinte dazu am 01.08.26 um 15:40:
Schön, dass auch mal etwas zum Text gesagt wird.

Kafka ist vielleicht zwei Ligen zu hoch für mich, aber das Gefühl, sinnlos zu leben, trifft es.

 harzgebirgler (01.08.26, 18:36)
"es fehlen heilige namen" sagte immerhin
wie ebenso "bis gottes fehl hilft" einst hölderlin.

Kommentar geändert am 01.08.2026 um 18:37 Uhr

 Aber meinte dazu am 01.08.26 um 18:41:
Luther hat die Heiligen verbannt, Henning.

 harzgebirgler meinte dazu am 01.08.26 um 18:46:
die sind auch nicht gemeint, aron,
und auch nicht der christliche gott.

 Aber meinte dazu am 01.08.26 um 18:49:
Wer denn?

 harzgebirgler meinte dazu am 01.08.26 um 19:13:
Das Wort „es fehlen heilige Namen“ (unter anderem in der Elegie Heimkunft) und das Warten „bis Gottes Fehl hilft“ (aus der Ode Dichterberuf) benennen einen allgemeinen Zustand des Gottesfehls und der Sprachlosigkeit. Hölderlin listet keine konkreten Namen auf, da die traditionellen Götter- und Gottesbilder historisch abgetreten sind. Es herrscht eine Leere, weil die verlässliche göttliche Ordnung und deren Anrufbarkeit (die „heiligen Namen“) in der Zeit der „Weltnacht“ fehlen. Das Ausbleiben oder der entzugsartige Mangel des Göttlichen selbst wird zum Raum, in dem der Mensch (und der Dichter) in Einfalt ausharren muss.

 Aber meinte dazu am 06.08.26 um 16:32:
Perfekter Kommentar, Henning.
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