Genosse Oberleutnant

Sonett

von  Aber

Das Surren dünner Drähte lässt die Nacht

Nicht dunkeln tausend Monde leuchten grell 

Dem Rundgesicht im Schwarzen kriechend schnell

Verkrüppelt Zeit seit Tagen nichts gedacht


Geträumt bewusstlos vegetiert da steht 

Ein blonder schirmbemützter Schäferhund 

Beobachtet den Zaun mit rotem Mund

Knurrt Laute grob ins schwarze Funkgerät 


Parolen schwirren um den grauen Turm

Am Schreibtisch klammern Finger fest das Glas

Zum Feind Genosse Oberleutnant sieht


Das Kapital als Bäume die im Sturm

Gebogen nadeln tief ins feuchte Gras

Worüber Wind unhaltbar traurig flieht



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