Hoffend

Alltagsgedicht

von  niemand


Die Tage, die Sonne, das Licht, der Gleiß,

die Trägheit, die tägliche Mühe,

der Sonnenbrand, die Blendung, der Schweiß -

ich weiß nur eines, ich glühe.


Der Wunsch nach Kühle, der mangelnde Wind,

des Himmels beißende Bläue,

der sture Kalender, für Änderung blind,

hält seinen Daten die Treue.


Die welkenden Pflanzen, das trockene Feld,

die Wald und die Wiesen Dramen.

Da naht ein Tag und dieser entfällt

ganz plötzlich dem üblichen Rahmen.


Die wolkige Höhe, der böige Wind,

der Vorhang vor Himmels Azur,

die Tropfen die höchst musikalisch sind,

tanzen durch Wald und durch Flur.


Die Trägheit entschwindet, die Blendung verblasst,

der Schweiß wird vom Regen gewaschen -

ich träum mir den Herbst, ich fühle ihn fast

und lüge mir doch in die Taschen.



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