Mann im Mond
Betrachtung zum Thema Denken und Fühlen
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Lieber Reli,
muss eigentlich alles, was wir verstehen können, auch seinen Zauber verlieren?
Natürlich wissen wir längst, dass im Mond kein Mann sitzt. Wir kennen Krater, Mare und Gestein, schicken Sonden durchs All und können Entfernungen berechnen, bei denen meine Vorstellungskraft ohnehin irgendwann kapituliert. Und trotzdem finde ich das Kind, das dort oben ein Gesicht entdeckt, keineswegs ärmer an Erkenntnis. Es sieht nur anders.
Denn die Fantasie will ja keine wissenschaftliche Wahrheit beweisen. Sie macht etwas ganz Eigenes: Sie gibt dem Unbekannten Gestalt.
Auch formal finde ich deine Betrachtung interessant. Der Beginn hat mit seinem eingängigen Rhythmus und dem Kreuzreim noch etwas beinahe Kinderliedhaftes. Später, wenn Wissenschaft, Weltraum und Entdeckerdrang ins Gedicht drängen, wird auch der Rhythmus freier und unruhiger. Für mich passt das sehr schön zum Inhalt: Mit dem Wissen gerät auch ein wenig von der ursprünglichen, kindlichen Geschlossenheit ins Wanken.
Darum gefällt mir dein Schluss sehr gut. Man sollte Kindern nicht zu früh jede wundersame Vorstellung ausreden, nur weil man es besser weiß. Das Wissen kommt früh genug. Und ein bisschen vom alten Staunen zu behalten, kann einem Erwachsenen auch nicht schaden.
Eigentlich wäre das doch die schönste Form von Bildung: zu wissen, dass es den Mann im Mond nicht gibt und ihn trotzdem noch sehen zu können.
Eine wunderschöne Betrachtung!
Liebe Grüße
Saira
muss eigentlich alles, was wir verstehen können, auch seinen Zauber verlieren?
Natürlich wissen wir längst, dass im Mond kein Mann sitzt. Wir kennen Krater, Mare und Gestein, schicken Sonden durchs All und können Entfernungen berechnen, bei denen meine Vorstellungskraft ohnehin irgendwann kapituliert. Und trotzdem finde ich das Kind, das dort oben ein Gesicht entdeckt, keineswegs ärmer an Erkenntnis. Es sieht nur anders.
Denn die Fantasie will ja keine wissenschaftliche Wahrheit beweisen. Sie macht etwas ganz Eigenes: Sie gibt dem Unbekannten Gestalt.
Auch formal finde ich deine Betrachtung interessant. Der Beginn hat mit seinem eingängigen Rhythmus und dem Kreuzreim noch etwas beinahe Kinderliedhaftes. Später, wenn Wissenschaft, Weltraum und Entdeckerdrang ins Gedicht drängen, wird auch der Rhythmus freier und unruhiger. Für mich passt das sehr schön zum Inhalt: Mit dem Wissen gerät auch ein wenig von der ursprünglichen, kindlichen Geschlossenheit ins Wanken.
Darum gefällt mir dein Schluss sehr gut. Man sollte Kindern nicht zu früh jede wundersame Vorstellung ausreden, nur weil man es besser weiß. Das Wissen kommt früh genug. Und ein bisschen vom alten Staunen zu behalten, kann einem Erwachsenen auch nicht schaden.
Eigentlich wäre das doch die schönste Form von Bildung: zu wissen, dass es den Mann im Mond nicht gibt und ihn trotzdem noch sehen zu können.
Eine wunderschöne Betrachtung!
Liebe Grüße
Saira
Liebe Saira,
danke für deinen schönen Kommentar.!
Du bringst es auf den Punkt. Der Wettlauf in der Raketentechnik auf dem Wege ins All ist genau das Ge
genteil von dem, was Phantasie in uns beflügelt
Mit liebem Gruß! Reli
danke für deinen schönen Kommentar.!
Du bringst es auf den Punkt. Der Wettlauf in der Raketentechnik auf dem Wege ins All ist genau das Ge
genteil von dem, was Phantasie in uns beflügelt
Mit liebem Gruß! Reli
Antwort geändert am 28.08.2026 um 21:24 Uhr
Antwort geändert am 28.08.2026 um 21:25 Uhr