B o h è me
Dokumentation
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Ein wunderbarer Erinnerungstext!
68 war sehr wichtig für Amerika, Europa, Deutschland - das ist eine eherne Wahrheit. Selbst die unerfüllten Träume hatten Wirkung und waren berechtigt. - Vergleichen wir Träume unserer Zeit mit denen von damals. Da schneidet Damals nicht schlecht ab.
Sei umarmt, mein Bruder Hartmut! Uli
68 war sehr wichtig für Amerika, Europa, Deutschland - das ist eine eherne Wahrheit. Selbst die unerfüllten Träume hatten Wirkung und waren berechtigt. - Vergleichen wir Träume unserer Zeit mit denen von damals. Da schneidet Damals nicht schlecht ab.
Sei umarmt, mein Bruder Hartmut! Uli
Lieber Uli ich danke Dir für Deine Worte. Ich war so lange weg vom KV. Ich lese Deinen Kommentar heute, amn 9.März 2026. Aber ich lese Beiträge von Dir im "Zeitstrand" des Kollegen Esel und sehe so manche Grafik von Dir aif der Titelseite.
Ein lieber Gruß zu Dir nach Bonn.
Ein lieber Gruß zu Dir nach Bonn.
Wie bist du denn an Hans Eisel geraten?
Herzlichst
Uli
Herzlichst
Uli
Über die Alternative "Frankfurter Buchmesse", zu der sich sowohl Hans Eisel als auch Karl-Heinz Schreiber einfanden.
Karl brachte einen "Am Zeitstrand" mit. Ich habe auch einige Beiträge dort publiziert.
Lieber Gruß!
Hartmut
Karl brachte einen "Am Zeitstrand" mit. Ich habe auch einige Beiträge dort publiziert.
Lieber Gruß!
Hartmut
Dann kennst du ihn vielleicht länger als ich. Ich habe ihn durch Hel kennengelernt, als er mit Hans Eisel noch das "Zirkular am Zeitstrand" machte. Beide kenne ich persönlich. Hans treffe ich jedes Jahr in Stuttgart, wo ein Neffe von mir an der Akademie studiert.
Der Beuys-Garten ist - wie ich auf deiner Webseite sah - immer noch (quasi zerstört nach dem Vandalismus) geschlossen ... ein Jammer.
Wenn du mir deine Adresse gibst (am besten per Mail), schicke ich dir gratis meinen Literaturbrief, im Mai erscheint die 3. ubkultur (ub = Ulrich Bergmann).
Herzlichst
Uli
Der Beuys-Garten ist - wie ich auf deiner Webseite sah - immer noch (quasi zerstört nach dem Vandalismus) geschlossen ... ein Jammer.
Wenn du mir deine Adresse gibst (am besten per Mail), schicke ich dir gratis meinen Literaturbrief, im Mai erscheint die 3. ubkultur (ub = Ulrich Bergmann).
Herzlichst
Uli
Leider, leider leben wir in einer Welt, die sich selbst zerstört. Die Besucher haben mehrere Keramilkskulpturen von den Stelen gekickt. Die sind rettungslos verloren. Ja, danke für Deine Ausgabe im Voraus:
Post@reliwette.de
Hartmut T. Reliwette
Idafehn-Nord 24
26842 Ostrhauderfehn
Ist doch eh im Internet bekannt.
Lieber Gruß!
Reli
Post@reliwette.de
Hartmut T. Reliwette
Idafehn-Nord 24
26842 Ostrhauderfehn
Ist doch eh im Internet bekannt.
Lieber Gruß!
Reli
Zu dem Thema fand ich auch das:
Patina weggeschrubbt
Fand ich irgendwie komisch. Ob die Vorsehung die Putzfrau dadurch zu einer Art Mitwirkende macht? Vielleicht wird man das eines Tages in vielleicht hundert Jahren so sehen?
Den Vandalismus gegenüber Beuys Garten konnte ich nicht googeln. Habt Ihr da vielleicht einen Weblink?
Ansonsten, gefällt mir die Dokumentation, Hartmut (Reli) vermisse aber auch Deine Kommentare, wär schön mal wieder was von Dir zu lesen.
Wir kennen uns von früher, heute nenne ich mich Wastl
Euch beiden liebe Grüße
Patina weggeschrubbt
Fand ich irgendwie komisch. Ob die Vorsehung die Putzfrau dadurch zu einer Art Mitwirkende macht? Vielleicht wird man das eines Tages in vielleicht hundert Jahren so sehen?
Den Vandalismus gegenüber Beuys Garten konnte ich nicht googeln. Habt Ihr da vielleicht einen Weblink?
Ansonsten, gefällt mir die Dokumentation, Hartmut (Reli) vermisse aber auch Deine Kommentare, wär schön mal wieder was von Dir zu lesen.
Wir kennen uns von früher, heute nenne ich mich Wastl
Euch beiden liebe Grüße
Lieber Wastl, wir hatten früher schon Kontakt? Unter welchem Pseudonym warst Du anwesend?
Ja, die Putzfrauen, sie sind sehr rührig, da hatte die Kunst keine Aufmerksamkeit!
Komme mich doch einmal besuchen! Die Adresse steht oben.
Herzlicher Gruß!
Reli
Ja, die Putzfrauen, sie sind sehr rührig, da hatte die Kunst keine Aufmerksamkeit!
Komme mich doch einmal besuchen! Die Adresse steht oben.
Herzlicher Gruß!
Reli
Öha, wieder mal doppelter Eintrag ... Der Geist der neuen Forumssoftware scheint es nicht lassen zu können.
Kommentar geändert am 12.03.2026 um 17:29 Uhr
Wau, habs jetzt noch mal genauer durchgelesen. Das ist aber auch schon traurig ... aber dafür hast Du schöne Erinnerungen, die tun ja zuweilen ja auch manchmal ein wenig gut. Zumindest gehts mir so. Bin selbst auch Kunstmaler, zur Zeit aber nicht ... schreibe mal ein bisschen was ... genieße Hörbücher von Thomas Bernhard, dessen Stil ich als leidenschaftlicher Bernhardianer für einige Schimpfschriften ein wenig übernahm.
Ich hatte auch so einige Künstlerkollegen, zwar spielte auch manchmal ein wenig Eifersucht bzw. Neid keine geringe Rolle, aber das scheint wohl auch dazu zu gehören, dass man sich damit ... nun ja, aushalten und durch.
Ich liebte besonders mit ein paar Leuten Kunstmuseumsbesuche, mit anschließendem Kaffee und Kuchenkonsum in einem schönen Cafe mit Austausch unserer Eindrücke über das Gesehene. Besonders gut gefiel mir über Neo Rauch zu sprechen, der ja sehr interessant, kryptisch und doch aufs Bauchgefühl, was mich betrifft, angenehm ankam.
Seine Methode, ohne Plan irgendwo auf der Leinwand anzufangen und sich von seinen darauf langsam ins Hirnkastel einfallenden Assoziationen leiten zu lassen, habe ich auch früher für meine symbolisch-surrealen Bilder ungefähr so ähnlich angewandt. Dabei fühlte ich mich absolut frei und irgendwie auch glücklich.
Also um Deiner Dokumentation eine passende Erwiderung zu schreiben, ja, Künstlerkollegen, die sind schon sehr wichtig. Lange Zeit nervte mich die Eifersucht, die Gräben verursachte ... aber im Nachhinein, nachdem ich Deinen Text gelesen hatte, fallen mir auch schönere Zeiten ein, die ich mit meinen Kollegen genießen durfte - und dafür bin ich Dir dankbar.
Es ist ja nicht alles schlecht gewesen, was früher war (mein Fazit).
Lass es Dir gut gehen
Da Wastl
Ich hatte auch so einige Künstlerkollegen, zwar spielte auch manchmal ein wenig Eifersucht bzw. Neid keine geringe Rolle, aber das scheint wohl auch dazu zu gehören, dass man sich damit ... nun ja, aushalten und durch.
Ich liebte besonders mit ein paar Leuten Kunstmuseumsbesuche, mit anschließendem Kaffee und Kuchenkonsum in einem schönen Cafe mit Austausch unserer Eindrücke über das Gesehene. Besonders gut gefiel mir über Neo Rauch zu sprechen, der ja sehr interessant, kryptisch und doch aufs Bauchgefühl, was mich betrifft, angenehm ankam.
Seine Methode, ohne Plan irgendwo auf der Leinwand anzufangen und sich von seinen darauf langsam ins Hirnkastel einfallenden Assoziationen leiten zu lassen, habe ich auch früher für meine symbolisch-surrealen Bilder ungefähr so ähnlich angewandt. Dabei fühlte ich mich absolut frei und irgendwie auch glücklich.
Also um Deiner Dokumentation eine passende Erwiderung zu schreiben, ja, Künstlerkollegen, die sind schon sehr wichtig. Lange Zeit nervte mich die Eifersucht, die Gräben verursachte ... aber im Nachhinein, nachdem ich Deinen Text gelesen hatte, fallen mir auch schönere Zeiten ein, die ich mit meinen Kollegen genießen durfte - und dafür bin ich Dir dankbar.
Es ist ja nicht alles schlecht gewesen, was früher war (mein Fazit).
Lass es Dir gut gehen
Da Wastl
Ja, Wastl, Eifersucht auf Kollegen/Innen ist mir völlif fremd, aber nun, Du hast darunter gelitten. Ich denke, Du bist jetzt frei davon. Wir sollten alle an einem Strang ziehen, jeder auf seine individuelle Weise, aber nicht jeder an seinem! Das ist ein Unterschied mit graviierenden Folgen.
Ich kann Dir zur Zeit weder einen Pressebericht, noch ein Bild vom zerstörten Labyrinth schicken, weil das email-Programm auf meinem windows 10 Rechner gestört ist.Ich brauche jemanden, der die Zugangsdaten repariert. Auf dem Rechner habe ich alle möglichen Dateien gelagert. Schuld ist u.a. das Netzwerk von windows, das sich da selbständig eingenistet hat.
Vielleicht funktioniert das ja eines Tages, Auch erkennt der Rechner den USB Stick nicht. Ich muss zuerst raus aus dem Netzwerk
Lieber Gruß!
Reli
Ich kann Dir zur Zeit weder einen Pressebericht, noch ein Bild vom zerstörten Labyrinth schicken, weil das email-Programm auf meinem windows 10 Rechner gestört ist.Ich brauche jemanden, der die Zugangsdaten repariert. Auf dem Rechner habe ich alle möglichen Dateien gelagert. Schuld ist u.a. das Netzwerk von windows, das sich da selbständig eingenistet hat.
Vielleicht funktioniert das ja eines Tages, Auch erkennt der Rechner den USB Stick nicht. Ich muss zuerst raus aus dem Netzwerk
Lieber Gruß!
Reli
Antwort geändert am 12.03.2026 um 18:38 Uhr
Nein, das mit der Eifersucht war umgekehrt. Aber das kommt wohl auch von meinem übertriebenen Ehrgeiz. Als ehemaliger Leistungssportler versuchte ich auch in der Kunst was besonderes zu leisten, und das kam bei meinen Kollegen nicht immer so gut an. Selber empfinde ich eher sehr viel Freude, wenn jemand anderer was schönes oder interessantes erschafft. Ja, die Softwaretechnik - ich hab noch das alte Windows 7 und bin damit viele Stunden täglich im Netz - bisher keine nennenswerte Viren - aber wer weiß ...
Dann google ich halt weiter, bis ich es finde. Beuys mag ich sehr gern und auf Youtube gibts etliches Interessantes von ihm (von Thomas Bernhard übrigens auch).
Liebe Grüße vom Wastl
meine Nicks von früher, na ja, da hat sich schon so einiges angesammelt.
Dann google ich halt weiter, bis ich es finde. Beuys mag ich sehr gern und auf Youtube gibts etliches Interessantes von ihm (von Thomas Bernhard übrigens auch).
Liebe Grüße vom Wastl
meine Nicks von früher, na ja, da hat sich schon so einiges angesammelt.
Das ist eine sehr wertvolle Erfahrung. Nein, im Sport wird "gewetteifert", in der heutigen Kunstszene nach Beuys wird zusammengetragen und in der Mitte eines Kreises befindet sich der "Kompetenzstuhl". Jeder, der etwas zur Lösung einer gesellschaftsbezogenen Frage etwas beitragen kann, besetzt den Kompetenzstuhl und gibt einen Kommentar ab. Dann kommt der nächste, der etwas dazu sagen kann.
Erinnert mich an eine Beschreibung über einen nordamerikanischen indigenen sehr effizienten Gesprächskreis aus einem Buch das sich der Kommunikationsforschung gewidmet hat (da kamen Begriffe wie 'Dialogprozessbegleiter' vor).
Lieber Hartmut, ich selbst habe die Zeit aus zweierlei Gründen nicht miterleben dürfen. Erstens bin ich erst 64 geboren, zweitens im Osten. Nun glaubt man ja, das Phänomen der Befreiung der Kunst sei ein speziell westliches sei, weil im Osten so alles an den gespannten Schnürchen lief. Dem ist aber nicht so, nur wurde dies nicht so bekannt. Was ich aber aus dem Kreis meiner Bekannten und älteren Geschwister sagen kann ist, dass auch dort, KvP (Kurz vor Polen) die Kunst Befreiung suchte und im intimeren oder zumindest ungeförderten Rahmen ähnliche Strukturen schuf. Beispiel die Künstler um Dagmar Ranft-Schinke.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Lieber Tuechler, was viele nichtn wissen: Ich bin in der DDR bis zum 7. Lebensjahr aufgewachsen. Ich kenne beide Mentalitäten und weiß, dass es sehr kreative Kunstschaffende gibt, die aus der ehemaligen DDR kommen.
Also in der Kunst-Buchhandlung im Lenbachhaus fand ich ein kleines Taschenbuch vom Briefwechsel zwischen August Macke und Franz Marc. Hab darin eine halbe Stunde lang herumgeblättert. Die beiden wirkten auf mich sehr gebildet und auch sehr gefühlvoll. Ich hab mich auch sehr gewundert, wie ehrfurchtsvoll sie über Kunst schrieben - das war einesteils wie Balsam für meine Seele und andererseits machte es mich auch wehmütig, weil so eine Einstellung zur Kunst in der heutigen Zeit, fürchte ich, nicht mehr zu finden ist.
Lieber Wastl, aber so gehen wir auch miteinander um! Das ist doch selbstverständlich. Dafür muss man nur eine Antenne haben, dann geht alles wie von selbst!
Lieber Gruß!
Reli
Lieber Gruß!
Reli
Lieber Hartmut, ich selbst habe die Zeit aus zweierlei Gründen nicht miterleben dürfen. Erstens bin ich erst 64 geboren, zweitens im Osten. Nun glaubt man ja, das Phänomen der Befreiung der Kunst sei ein speziell westliches sei, weil im Osten so alles an den gespannten Schnürchen lief. Dem ist aber nicht so, nur wurde dies nicht so bekannt. Was ich aber aus dem Kreis meiner Bekannten und älteren Geschwister sagen kann ist, dass auch dort, KvP (Kurz vor Polen) die Kunst Befreiung suchte und im intimeren oder zumindest ungeförderten Rahmen ähnliche Strukturen schuf. Beispiel die Künstler um Dagmar Ranft-Schinke.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Brrr
bei mir auch 'Brrr' ... ohne dass ich es auch irgendwie gemerkt hätte - erst nachdem ich später wieder reingeschaut hatte.
Lieber Hartmut, ich selbst habe die Zeit aus zweierlei Gründen nicht miterleben dürfen. Erstens bin ich erst 64 geboren, zweitens im Osten. Nun glaubt man ja, das Phänomen der Befreiung der Kunst sei ein speziell westliches sei, weil im Osten so alles an den gespannten Schnürchen lief. Dem ist aber nicht so, nur wurde dies nicht so bekannt. Was ich aber aus dem Kreis meiner Bekannten und älteren Geschwister sagen kann ist, dass auch dort, KvP (Kurz vor Polen) die Kunst Befreiung suchte und im intimeren oder zumindest ungeförderten Rahmen ähnliche Strukturen schuf. Beispiel die Künstler um Dagmar Ranft-Schinke.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Mir gefällt Dein retrospektiver Text, wenn ich auch die Wehmut wahrnehme und die Wut darauf , dass heute im Kunstbetrieb eher der finanzielle Erfolg als die Popularisierung einer Idee im Vordergrund steht (den kannste kaufen, der is mal was wert…).
Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist einerseits verständlich, andererseits führt es aber zu Inselschaffenden, denen möglicherweise die Fähigkeit oder der Mut fehlt, die eigene Blase zu verlassen und übergreifend zu wirken. Und da endet man wieder bei der ungemein schwierigen Definition des Kunstbegriffs, der scheinbar von der sofortigen Rezeption geprägt ist. Aber vielleicht, wenn wir alle weniger saturiert sind, besinnen wir uns auf das, was Kunst einst ausmachte - und Künstler. Streit, Dialog, bissel Anarchismus und gedankliche Freiheit.
Brrr!
Ja, lieber Tuechler, dreimal gestrickt hält länger. Macht doch nicht viel aus.
Alles Liebe und Gute Dir und den Freunden!
Reli
Alles Liebe und Gute Dir und den Freunden!
Reli
Dir auch alles Gute! Ich war noch nie in Ostfriesland. Wenn das mal passiert, kommen wir vielleicht mal auf ein Bier zusamnen 😎
Lieber Reli,
dein Text liest sich wie ein flammendes Archiv der Freiheit, das durch Zeit und Raum hallt. Ich spüre beim Lesen die Lebendigkeit jener Tage ... die spitzen Dialoge, die waghalsigen Experimente, das wilde Ineinandergreifen von Musik, Wort und Bild. Es ist, als würdest du nicht nur berichten, sondern die Luft, die Gerüche, die Töne dieser Atelierwelt wieder in unsere Gegenwart legen.
Was mich besonders fasziniert: du fängst nicht nur die Kreativität ein, sondern auch den Mut, die Eigenständigkeit, die Widerspenstigkeit. All das, was heute oft fehlt – die Kunst als lebendiger, atmender Dialog, nicht nur als Ausstellung oder Marktwert. Ich spüre die Trauer über die Abwesenheit der alten Freunde, aber zugleich den Stolz, diese Flamme weiterzutragen, auch in der Erinnerung.
Danke, dass du diese Welt so greifbar machst – ich bin ein Stück mit dir durch die Straßen, die Cafés, die Messestände geschlendert, als wäre ich selbst ein stiller Mitstreiter. Ein Kommentar allein kann dem kaum gerecht werden, aber er ist mein leiser Gruß an diese große, vergangene Freiheit.
Herzlichst
Saira
dein Text liest sich wie ein flammendes Archiv der Freiheit, das durch Zeit und Raum hallt. Ich spüre beim Lesen die Lebendigkeit jener Tage ... die spitzen Dialoge, die waghalsigen Experimente, das wilde Ineinandergreifen von Musik, Wort und Bild. Es ist, als würdest du nicht nur berichten, sondern die Luft, die Gerüche, die Töne dieser Atelierwelt wieder in unsere Gegenwart legen.
Was mich besonders fasziniert: du fängst nicht nur die Kreativität ein, sondern auch den Mut, die Eigenständigkeit, die Widerspenstigkeit. All das, was heute oft fehlt – die Kunst als lebendiger, atmender Dialog, nicht nur als Ausstellung oder Marktwert. Ich spüre die Trauer über die Abwesenheit der alten Freunde, aber zugleich den Stolz, diese Flamme weiterzutragen, auch in der Erinnerung.
Danke, dass du diese Welt so greifbar machst – ich bin ein Stück mit dir durch die Straßen, die Cafés, die Messestände geschlendert, als wäre ich selbst ein stiller Mitstreiter. Ein Kommentar allein kann dem kaum gerecht werden, aber er ist mein leiser Gruß an diese große, vergangene Freiheit.
Herzlichst
Saira
Kommentar geändert am 17.03.2026 um 15:40 Uhr
Ach, liebe Saira, ich singe mal schnell einen Texr aus dem Lied "Streets of London": "So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, das nichts bleibt wie es ist - wie es war"
Die Erinnerung ist wehmütig, auch wenn wir zuweilen über das Ziel hinaus geschossen sind.
Es gibt auch hier ganz tolle Köpfe, wir wollen sie ernst nehmen. Diese Welt der Menschen braucht sie mit ihrer Kreativität. Schreibt, Leute, schreibt!
Denn noch sind wir!
Ein herzlicher Gruß - und danke für Deine Sichtung
Reli
!
Die Erinnerung ist wehmütig, auch wenn wir zuweilen über das Ziel hinaus geschossen sind.
Es gibt auch hier ganz tolle Köpfe, wir wollen sie ernst nehmen. Diese Welt der Menschen braucht sie mit ihrer Kreativität. Schreibt, Leute, schreibt!
Denn noch sind wir!
Ein herzlicher Gruß - und danke für Deine Sichtung
Reli
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Antwort geändert am 17.03.2026 um 18:24 Uhr
Antwort geändert am 17.03.2026 um 18:25 Uhr
Antwort geändert am 17.03.2026 um 18:26 Uhr
Antwort geändert am 17.03.2026 um 18:26 Uhr