deus ludens
Text
von Juli
Kommentare zu diesem Text
Hallo Juli,
hast du eine Variante, die hier fast jedem bekannt ist, bewusst weggelassen?
hast du eine Variante, die hier fast jedem bekannt ist, bewusst weggelassen?
Nein, habe ich nicht.
Der Text zählt meine subjektiven Assoziation zu einem Phraseologismus auf.
"fast jedem", das suggeriert so etwas wie eine Gruppe mit überwältigender Mehrheit. So eine Gruppe könnte es geben, das wäre für meinen Text dennoch nicht bindend.
Der Text zählt meine subjektiven Assoziation zu einem Phraseologismus auf.
"fast jedem", das suggeriert so etwas wie eine Gruppe mit überwältigender Mehrheit. So eine Gruppe könnte es geben, das wäre für meinen Text dennoch nicht bindend.
Antwort geändert am 30.08.2026 um 08:57 Uhr
Harold Bloom arbeitet in seinem "Book of J" einige kindliche Züge Jahwes heraus. Z.B. erschafft er den Menschen nicht - wie einige Götter vor ihm - an einer Töpferscheibe, sondern formt ihn einfach nur aus Lehm. Was Bloom nicht erwähnt: Jahrhundertelang war Jahwe im Pantheon der Levante in einer kindlichen Position: Er war ein Sohn von El und Aschera.
formt ihn einfach nur aus Lehm.
Sehr interessant, El und Ashera haben die selben Initialen wie Ask und Embla.
Jedenfalls scheinen die Israeliten in ihrer Zeit eigener Staatlichkeit überwiegend Aschera verehrt zu haben. Sollten auch bei den Göttern Tyrannen das Produkt von zuviel Mütterlichkeit sein?
... kann ich nicht beantworten
Schade. Wenn ja, ist vielleicht alles, was es braucht, nur mal wieder den Hosenboden voll für den verzogenen Gott.
Schlagende Väter, strenge Erziehung durften sie allesamt genießen:
Nero, Hitler, Stalin, Mao, Putin, Erdogan.
Nero, Hitler, Stalin, Mao, Putin, Erdogan.
So erzählen es Klischée und Propaganda. Und wenn sie nicht gestorben sind, können wir sie vielleicht doch noch damit besänftigen, ihnen stets ihren bockigen Willen zu geben.
Antwort geändert am 31.08.2026 um 18:01 Uhr
Antwort geändert am 31.08.2026 um 18:04 Uhr
Hast du andere nachprüfbare Berichte über die Kindheit der genannten?
Es gibt immer Alternativen zu Klischée und Propaganda. Bei in sich widersprüchlichen Stellungnahmen (die Liste der Namen ist heterogen, Mißbrauch/Vernachlässigung - das eigentliche Thema - und strenge Erziehung sind grundsätzlich Gegensätze) erübrigen sich Nachprüfungen, um ihre Inkorrektheit nachzuweisen.
Die o.g. Diktatoren/Tyrannen hatten schlagende Väter. Das ist historisch und aktuell belegt.
Dass du dies als "Klischee und Propaganda" bezeichnest, offenbart wenig Interesse deinerseits an einem Thema, das du selber eingebracht hast.
"- das eigentliche Thema -"
ist mein Text mit dem Motiv des spielenden Gottes und wo man es finden kann.
Dass du dies als "Klischee und Propaganda" bezeichnest, offenbart wenig Interesse deinerseits an einem Thema, das du selber eingebracht hast.
"- das eigentliche Thema -"
ist mein Text mit dem Motiv des spielenden Gottes und wo man es finden kann.
Antwort geändert am 01.09.2026 um 12:15 Uhr
Das Thema "schlagende Väter" hast du selbstverständlich, wenn auch offenbar unbewußt, eingebracht. Denn warum sollte der unartige kleine Gott nicht von seiner Mutter, oder noch jemand anderem, gezüchtigt werden? Das scheint ein Thema bei dir zu sein. Du hast mich ja mal wegen des Wortes "Papi" geblockt.
Quatsch. Du hast hier von "zuviel Müttelichkeit" und "Hosenboden voll" rumfantasiert. Eltern sind hier dein Thema gewesen. Ich war mal zu gutmütig darauf zu antworten.
Du wirst von mir geblockt, wenn du nervst, egal bei welchem Wort.
Du wirst von mir geblockt, wenn du nervst, egal bei welchem Wort.
Antwort geändert am 01.09.2026 um 18:20 Uhr
Ein berühmter Ausspruch von Heraklit lautet (Fragment 52): „Die Zeit ist ein Knabenspiel, ein Brettspiel; eines Knaben ist das Regnum.“ (oft frei übersetzt als: „Die Zeit ist ein würfelndes Kind“ oder „Die Ewigkeit ist ein spielendes Kind, das die Brettsteine setzt“).
Das altgriechische Wort für „Zeit“ ist dabei *Aion*, was sowohl Lebenszeit, Weltzeit als auch Ewigkeit bedeuten kann.
Kernbedeutung des Zitats
Das altgriechische Wort für „Zeit“ ist dabei *Aion*, was sowohl Lebenszeit, Weltzeit als auch Ewigkeit bedeuten kann.
Kernbedeutung des Zitats
- Zufall und Notwendigkeit: Das Kind würfelt oder setzt Steine nach den Regeln eines Spiels. Für den äußeren Beobachter (den Menschen) wirken die Schicksalsschläge und der Lauf der Welt oft willkürlich und zufällig wie ein Würfelwurf.
- Unschuld und Absichtslosigkeit: Ein Kind spielt ohne böse Absicht oder moralischen Hintergedanken. Die Weltzeit zerstört und erschafft Dinge nicht aus Bosheit, sondern folgt einer inneren Dynamik, die frei von menschlichen Moralvorstellungen ist.
- Das kosmische Gesetz (Logos): Obwohl das Kind „spielt“, folgt das Spiel festen Regeln. Für Heraklit ist die Welt kein Chaos, sondern wird vom Logos (einer Weltvernunft) gesteuert, auch wenn die Wechselhaftigkeit des Lebens für uns wie ein unberechenbares Spiel erscheint.
Danke dir für diese schöne Facette. Die Zeit selbst als Spiel.
Wobei der Zufall in Form des Würfels erst in der Übersetzung auftaucht. Brettspiele ohne Würfel (Dame, Mühle, Schach... ) beziehen ihren Reiz aus den Aktionen des Mitspielers. Wer könnte das bei Heraklit sein?
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Das antike Brettspiel Petteia
Dein Zitat führt mich zu Platon, wie er Sokrates den göttlichen Ursprung des Spiels berichten lässt.
Bin begeistert!
Wobei der Zufall in Form des Würfels erst in der Übersetzung auftaucht. Brettspiele ohne Würfel (Dame, Mühle, Schach... ) beziehen ihren Reiz aus den Aktionen des Mitspielers. Wer könnte das bei Heraklit sein?
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Das antike Brettspiel Petteia
Platon nutzte das Spiel als Sinnbild für taktisches Geschick und strategisches Planen.
Das bedeutet, wenn es ein Kind (Knabe) spielt, fehlt der strategische Weitblick. So ergeht es den in ihrer Lebenszeit (aios) agierenden Menschen.
Das bedeutet, wenn es ein Kind (Knabe) spielt, fehlt der strategische Weitblick. So ergeht es den in ihrer Lebenszeit (aios) agierenden Menschen.
Dein Zitat führt mich zu Platon, wie er Sokrates den göttlichen Ursprung des Spiels berichten lässt.
Bin begeistert!
Der göttliche Ursprung des Spiels
In diesem berühmten Spätwerk erzählt Sokrates den Mythos vom ägyptischen Gott Theuth. Dieser Gott gilt bei Platon als der Ur-Erfinder vieler Kulturtechniken:
In diesem berühmten Spätwerk erzählt Sokrates den Mythos vom ägyptischen Gott Theuth. Dieser Gott gilt bei Platon als der Ur-Erfinder vieler Kulturtechniken:
„Ich hörte also, bei Naukratis in Ägypten sei einer der dortigen alten Götter gewesen, dem auch der Vogel geheiligt war, den sie Ibis nennen; der Gott selbst aber habe Theuth geheißen. Dieser habe zuerst Zahl und Rechnung erfunden, ferner Geometrie und Astronomie, und dazu das Brettspiel (petteia) und das Würfelspiel, und so auch die Buchstaben.
Antwort geändert am 13.09.2026 um 07:43 Uhr