Vorurteil
Text
von Juli
Kommentare zu diesem Text
#2
Ich kenne deine Erfahrungen nicht, aber meinen Beobachtungen nach, wollen oft jene, die Vorsicht als Vorurteil deklarieren einen Nutzen aus naiver Offenheit ziehen. Ernstzunehmende Gesprächspartner haben weniger Probleme damit.
Ich kenne deine Erfahrungen nicht, aber meinen Beobachtungen nach, wollen oft jene, die Vorsicht als Vorurteil deklarieren einen Nutzen aus naiver Offenheit ziehen. Ernstzunehmende Gesprächspartner haben weniger Probleme damit.
Mit Erfahrungen meine ich nicht nur eigene, es können auch Erfahrungen anderer berücksichtigt werden.
Wahrscheinlich wurden Vorurteile lange so stark verteufelt, dass man Erfahrungen lieber hinterfragte als sie ernst zu nehmen.
Wahrscheinlich wurden Vorurteile lange so stark verteufelt, dass man Erfahrungen lieber hinterfragte als sie ernst zu nehmen.
(Vor)Urteil ist quasi jemanden strafen ohne Verbrechen, in dem man diesem jemand dieselbe Identität wie dem Verbrecher vergibt.
Während ein Vorschuss an Vertrauen - in der Regel nicht verschenkt wird - weil der Schlenker nichts zu erwarten hat, sondern der Vorschuss ist eine Art Kredit, der zurückgezahlt wird mit der Erwiderung derselben Münze; hier also auch Vertrauen.
Das Geschenk hat keine Konsequenzen, die nicht-Rückzahlung eines Vorschusses aber schon.
Das Vorurteil ist wahrscheinlich sehr alt als Funktion, die dem überleben der Jäger damals diente. Selbst harmlose Tiere wie etwa ein Reh wurden zu gejagten wie ein Wolf. Beide teilten dieselbe Identität aus der Sicht des Jägers.
Das Vorteil schafft aber auch eine klare Abgrenzung zu seiner eigenen Identität; manche erst durch die Vorurteile eine eigene Identität, die sie sonst nicht haben würden.
Das Vorurteil sagt auch viel über den der Vorurteile geht, je mehr Vorurteile, umso größer den Wunsch nach einer Identität.
Während ein Vorschuss an Vertrauen - in der Regel nicht verschenkt wird - weil der Schlenker nichts zu erwarten hat, sondern der Vorschuss ist eine Art Kredit, der zurückgezahlt wird mit der Erwiderung derselben Münze; hier also auch Vertrauen.
Das Geschenk hat keine Konsequenzen, die nicht-Rückzahlung eines Vorschusses aber schon.
Das Vorurteil ist wahrscheinlich sehr alt als Funktion, die dem überleben der Jäger damals diente. Selbst harmlose Tiere wie etwa ein Reh wurden zu gejagten wie ein Wolf. Beide teilten dieselbe Identität aus der Sicht des Jägers.
Das Vorteil schafft aber auch eine klare Abgrenzung zu seiner eigenen Identität; manche erst durch die Vorurteile eine eigene Identität, die sie sonst nicht haben würden.
Das Vorurteil sagt auch viel über den der Vorurteile geht, je mehr Vorurteile, umso größer den Wunsch nach einer Identität.
(Vor)Urteil ist quasi jemanden strafen ohne Verbrechen
Dann sind die meisten Vorurteile gar keine, weil es keine Strafen sind.
Einen Vertrauensvorschuss zahlt man nicht zurück, wenn man keinen Vertrauensbruch macht ist es schon gut.
Antwort geändert am 25.07.2026 um 18:11 Uhr
Vor)Urteil ist quasi jemanden strafen ohne Verbrechen
Vertrauensvorschuss: das ist klar. Aber wenn ein Schenker etwas jemanden schenkt, entbindet er sich jedweder Forderung und Erwartungshaltung.
Beim Vertrauensvorschuss wird der dass Vertrauen schenkende aber am Ende enttäuscht, wenn es missbraucht wird. Hier ist also doch eine Erwartungshaltung gegeben, und diese markiere ich wie einen „Kredit“, der ebenfalls eine Erwartungshaltung hat.
entbindet er sich jedweder Forderung und Erwartungshaltung.
... das ist nicht ganz so. Geschenke verpflichten schon ein bisschen. Deshalb nimmt man nicht jedes Geschenk an. Manche Geschenke sind sogar verboten.
Wenn die Geschenke selbst ein bisschen verpflichten, verpflichten sie auch den, der den Vertrauensvorschuss entgegennimmt.
Ich möchte damit sagen, ein Vertrauensvorschuss ist wirklich ein reines Geschenk, wenn das missbrauchen desselben nicht zu einer Enttäuschung führt. In allen Fällen führt es aber dazu.
Ich möchte damit sagen, ein Vertrauensvorschuss ist wirklich ein reines Geschenk, wenn das missbrauchen desselben nicht zu einer Enttäuschung führt. In allen Fällen führt es aber dazu.
Genau so war es gemeint
Am besten wäre eigentlich, man gäbe keinem einen Vertrauensvorschuß.
Das funktioniert auch nicht, es gilt das Motto trau schau wem.
Am besten wäre eigentlich, man gäbe keinem einen Vertrauensvorschuß.
... das denke ich nicht, ich glaube auch nicht, dass es im Sinne von Geiz gemeint war, sondern im Sinne von Gleichbehandlung, alle oder keiner?