Die Schneise

Sonett zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit

von  Moppel


 

Eines Tages kommt die große Schneise,

-Wegeskreuze hat es oft gegeben -

schickt mich aus dem Brachland auf die Reise.

Wohl die Letzte hier in diesem Leben.

 

Tannen säumen sie fast wie ein Kreis.

Jede Königin, des Schmucks beraubt.

Nadellose, die um Leben weiß.

Manchmal läuft es nicht, wie man geglaubt.

 

Doch hat Moos die Schneise weich gepolstert,

Farne strecken ihre Blatt-Gefieder.

Wie verstreut liegt abgestorbnes Holz

Und doch bricht Licht durch strenges Waldes- Mieder.

 

Setze mich und schau ins Streifenlicht.

Weiß genau: Nein, sitzen bleiben darf ich nicht.



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