Keine Krankheit nannte ich
mein eigen als ich kam
doch wie ich ging waren es
Unzählige
Das Unheil dieser Welt
liegt im Heil verborgen
im hohen und grünen Gras
die Schlangen
die Schlangen
Selbst das Gift heiligte sich
im Jargon dieser Sprache
als etwas Medizin
als etwas, das gut wird
nach dem Schlechtsein
Doch Schlechtes blieb
gleichsam seltsam da
und das Gutwerden blieb
geneidet
verleidet
führte böse Flüche vor
und roch nach kokelndem Holz
im Elfenwald der
Jahrmillionen
Man duldet die kalte
seelenlose Sense
deren Sichel durchs Gras pflügt
wie der eisige Mond
wenn er den Menschen kalt einen
Kopf wäscht
und sie zu seinen Untieren macht
im Unterwasser
wo Laternenfische ihr aufgerissenes
Maul zeigen
Schwimmen lernte ich mit etwa acht
und verlernte es als Erwachsener kurz
nur um zu lernen
dass manche Erinnerung schwerer wiegt
als das Wasser sie mit dem Körper erträgt
Das Wasser war kein Heilmittel
und wusch es auch sauber
blieb der Schmutz seiner Sauhaftigkeit
kleben und an mir am leben
Versprach er mir Genesung
dann nur zum Preis seiner Gewesenheit
in einer Vergangenheit aus
reuevoller Rolle
Sterbe ich irgendwann
wird der Morgen heller werden
die Nacht dunkler -
und ich schließlich ein Traum
von etwas sein