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Gedicht zum Thema Krankheit/ Heilung

von  S4SCH4

Keine Krankheit nannte ich

mein eigen als ich kam

doch wie ich ging waren es

Unzählige

 

Das Unheil dieser Welt

liegt im Heil verborgen

im hohen und grünen Gras

die Schlangen

die Schlangen

 

Selbst das Gift heiligte sich

im Jargon dieser Sprache

als etwas Medizin

als etwas, das gut wird

nach dem Schlechtsein

 

Doch Schlechtes blieb

gleichsam seltsam da

und das Gutwerden blieb

geneidet

verleidet

führte böse Flüche vor

und roch nach kokelndem Holz

im Elfenwald der

Jahrmillionen

 

Man duldet die kalte

seelenlose Sense

deren Sichel durchs Gras pflügt

wie der eisige Mond

wenn er den Menschen kalt einen

Kopf wäscht

und sie zu seinen Untieren macht

im Unterwasser

wo Laternenfische ihr aufgerissenes

Maul zeigen

 

Schwimmen lernte ich mit etwa acht

und verlernte es als Erwachsener kurz

nur um zu lernen

dass manche Erinnerung schwerer wiegt

als das Wasser sie mit dem Körper erträgt

 

Das Wasser war kein Heilmittel

und wusch es auch sauber

blieb der Schmutz seiner Sauhaftigkeit

kleben und an mir am leben

 

Versprach er mir Genesung

dann nur zum Preis seiner Gewesenheit

in einer Vergangenheit aus

reuevoller Rolle

 

Sterbe ich irgendwann

wird der Morgen heller werden

die Nacht dunkler -

 

und ich schließlich ein Traum

von etwas sein



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