Gestorben?

Betrachtung

von  Aron Manfeld

Vielleicht bin ich schon längst gestorben 

Und träume alles still im Grab?

Die Toten flüstern nachts Geschichten

Und jammern leis in ihrem Sarg.

Vielleicht war ich noch nie am Leben,

War ewig schon im Totenreich?

Da oben waren Schritte eben -

Bist Du es und besuchst mich gleich?



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Kommentare zu diesem Text


 klausKuckuck (04.10.26, 02:22)
Bemühter Friedhofskitsch. Der Heine hat sich gerade im Grab herumgedreht.

 Aron Manfeld meinte dazu am 04.10.26 um 02:33:
Immerhin habe ich ihn zum Leben erweckt, mein Lieber.

 Verlo antwortete darauf am 04.10.26 um 05:28:
klausKuckuck hat geschrieben:
Heine hat sich gerade im Grab herumgedreht.
Wegen mir hat sich noch nicht einmal eine Maus im Grab gedreht.

 Aron Manfeld schrieb daraufhin am 05.10.26 um 20:15:
Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, Verlo, ich mag Deine ehrliche Art, und bestimmt nicht nur ich.

 Verlo äußerte darauf am 05.10.26 um 20:19:
Danke, Aron.

 Verlo (04.10.26, 05:26)
Schöne Vorstellung, Besuch zu bekommen (und ihn wahrzunehmen).

Wohl der Grund für Urreligionen: Was ist, wenn ich tot bin? Wo bin ich? Wo sind die anderen?

 Aron Manfeld ergänzte dazu am 05.10.26 um 20:16:
Wenn der Abschied naht und wir ihn bewusst erleben,  schreien wir alle nach Gott ...

 Verlo meinte dazu am 05.10.26 um 20:19:
Manche sagen vielleicht auch: Danke.

 Aron Manfeld meinte dazu am 05.10.26 um 20:26:
Ja, aber der Bezug bleibt bestehen.

 Verlo meinte dazu am 05.10.26 um 20:31:
Gott ist mir zu sehr mit dem Christentum verbunden.

Diesem Gott wird mein Danke keinesfalls gelten.

 Aron Manfeld meinte dazu am 06.10.26 um 21:03:
Alle Religionen drehen sich um die Sinnfrage, das Christentum verspricht ewiges Leben.

 Verlo meinte dazu am 06.10.26 um 22:43:
Aron, für mich ist das Christentum eine nachgeborene Religion, die mit dem Schwert durchgesetzt wurde.

Vergleichbar mit der Demokratie, deren höchsten Gut Krieg und Völkermord sind.

Aron, erinnere, wie unseren Vorfahren gelebt haben.

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 19:37:
Odin statt Jesus?

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 19:48:
Warum nicht die Sonne?

Am Anfang wird es die Sonne gewesen sein.

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 19:51:
Und wenn beim Abschied schlechtes Wetter ist?

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 19:56:
Die Sonne ist trotzdem da.

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 19:57:
Jesus auch.

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 20:10:
Aron, Jesus ist eine Kunst-Figur und basiert auf ähnliche Vorgänger.

Der Ursprung ist die Sonne und ihre Wendepunkte sowie Tag-und-Nacht-Gleiche.

Antwort geändert am 07.10.2026 um 20:21 Uhr

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 20:12:
Bist Du Gott um diese Feststellung treffen zu können?

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 20:19:
Dazu muß ich nicht Gott sein.

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 20:23:
Genau das ist der philosophische Teufelskreis.

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 20:29:
Nicht für mich, Aron.

Aber das sollte dich nicht hindern, an Jesus, Marie und Gott zu glauben.

Für mich ist das nicht einmal eine philosophische Frage.

Das Christentum ist nicht unabhängig von vorherigen Religionen entstanden, sondern hat auf sie aufgebaut, um die Akzeptanz der neuen Religion zu erhöhen.

Da, wo es nicht freiwillig geschehen ist, hat man das Schwert benutzt.

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 20:34:
Aron, fragt dich mal, warum laut Bibel die Erde flach ist.

Wenn die Bibel von Gott inspiriert wurde, dann sollte er doch sehen, daß keine Scheibe ist, oder?

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 20:40:
Hätte Gott geschrieben, die Erde sei eine Kugel im Unendlichen, wäre Er verlacht worden.

Er wartet auf unsere Weiterentwicklung.

 Verlo meinte dazu am 07.10.26 um 20:48:
Ich weiß, was du meinst, Aron.

Meine Mutter hätte mir gern die Wahrheit gesagt, aber ich war nie reif genug dafür.

Antwort geändert am 08.10.2026 um 05:31 Uhr

 Aron Manfeld meinte dazu am 07.10.26 um 23:26:
Mittlerweile bist Du klug genug dafür.

 Verlo meinte dazu am 08.10.26 um 00:32:
Meine Mutter aber ist tot.

 Verlo meinte dazu am 08.10.26 um 05:33:
Aron, tatsächlich war meine Mutter nicht bereit für die Wahrheit.

Nur wenn die Beweise erdrückend sind, hat sie ihre "ehrliche" Variante korrigiert.

 Aron Manfeld meinte dazu am 09.10.26 um 17:57:
Deine Mutter meinte wohl eher Demut, da sie spürte, dass Du ein Rebell bist.

 Verlo meinte dazu am 09.10.26 um 20:04:
Mein lieber Aron, ich wette, wenn du Sex mit deiner Mutter hättest haben müssen, wärst du auch ein Rebell geworden.

 Regina (04.10.26, 05:41)
"Lasst die Toten ihre Toten begraben!" ist doch ein Jesuswort.

 niemand meinte dazu am 04.10.26 um 09:03:
@ Aron
Entweder sie sind tot, oder sie jammern, dann sind sie es nicht.
Das ist nix, Aron. Diese Thematik kann man besser machen.
Träumen im Grab, Jammern im Grab. Selbstmitleid der Lebendigen
LG Irene

 Aron Manfeld meinte dazu am 05.10.26 um 20:24:
Gina, das Zitat ist sehr bekannt, doch musste ich auch erstmal die KI bemühen, um es etwas zu verstehen. 
Jesus wendet sich an einen Anhänger, der seinen Vater begraben will und dadurch keine Zeit für Jesus hat. Dadurch zieht er sich den Zorn des  Gottessohnes zu.
Schwere Kost.

Irene, siehe meine Empfehlung unter Deinem Gedicht. Ich mag ehrliche Kommentare.

 Saira (04.10.26, 10:07)
Moin Aron,

ob du nun schon gestorben bist oder noch nie gelebt hast, möchte ich lieber nicht entscheiden. :) Aber dass du ausgerechnet im Grab noch auf Besuch hoffst, gefällt mir.

Schaurige Grüße
Saira

 Aron Manfeld meinte dazu am 05.10.26 um 20:29:
So mancher erhält erst am Grab Besuch, Saira, und das ist richtig gruselig. Genießen wir das Leben!

 EkkehartMittelberg (04.10.26, 14:00)
Hallo Aron,

dein Gedicht ist ein Produkt der Fantasie und das muss nicht immer logisch sein.
Auch irrationale Texte regen Denken an.
Besuchsfreudige Grüße
Ekki

 Aron Manfeld meinte dazu am 06.10.26 um 20:58:
Danke für den Besuch, mein Lieber.

 Vaga (05.10.26, 13:17)
Hallöchen, Aron, für mich liegt die ganz besondere Stärke dieses Gedichts wieder in seiner sinnlichen Essenz. Zunächst ist da die tiefe Totenstille, am Ende aber die Berührung des "7. Sinnes", von dem wir im realen Leben ja oftmals sprechen! LG - Vaga

 Aron Manfeld meinte dazu am 06.10.26 um 21:00:
Du triffst immer den Nagel auf den Kopf, liebe Vaga. Du hast ein starkes Feeling für Lyrik.
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