Die Macht der Belohnung
Gesetz zum Thema Philosophie
von Augustus
Kommentare zu diesem Text
Der goldene Herbst der abendländischen Zivilisation (ca. 1870 bis Anfang 20. Jh.) war geprägt durch chemische Belohnungsmittel. Die seit 100 Jahren unverstandene Absurdität des Ersten Weltkriegs ließe sich folglich so verstehen: das Belohnungspotenzial war erschöpft, nach dem großen Koksen kam das große Töten. Es war ja keine Serotoninmangel-Depression, sondern eine basalnihilistische Anhedonie, die sich gegen das Lustprinzip selbst, das Leben, richtete. Somit war der 1. Weltkrieg nicht irrational, er war nur folgerichtig. Wichtigste Frage der modernen Geschichte beantwortet.
Ich stimme Dir zu, mein Lieber.
Ferner wird dadurch auch deutlich, warum der Kapitalismus zwingend alle anderen Wirtschaftssysteme verdrängen musste; es zeigt aber auch gleichzeitig das unendliche Potenzial etlicher Konflikte dar; es sei denn, Belohnungen sind teilbar; wie etwa der Frieden. Hier zeigt sich aber, dass die Teilbarkeit einer Belohnung die ganze Belohnung eines Sieges, bei beide Seiten betrachtet, mindestens einen Unzufriedenen (der zum Frieden gezwungen wird) hinterlässt.
Hier müsste man näher die Teilbarkeit von Belohnungen untersuchen, die dem Anscheine nach vielversprechend ist, wobei die Geschichte, der heutige Ultrakapitalismus, die Ultradekadenz das Gegenteil beweisen und die Annahme einer möglichen Teilbarkeit von Belohnungen widerlegen.
Ferner wird dadurch auch deutlich, warum der Kapitalismus zwingend alle anderen Wirtschaftssysteme verdrängen musste; es zeigt aber auch gleichzeitig das unendliche Potenzial etlicher Konflikte dar; es sei denn, Belohnungen sind teilbar; wie etwa der Frieden. Hier zeigt sich aber, dass die Teilbarkeit einer Belohnung die ganze Belohnung eines Sieges, bei beide Seiten betrachtet, mindestens einen Unzufriedenen (der zum Frieden gezwungen wird) hinterlässt.
Hier müsste man näher die Teilbarkeit von Belohnungen untersuchen, die dem Anscheine nach vielversprechend ist, wobei die Geschichte, der heutige Ultrakapitalismus, die Ultradekadenz das Gegenteil beweisen und die Annahme einer möglichen Teilbarkeit von Belohnungen widerlegen.
"Soldaten, die töten belohnen sich ständig, weil sie sich im „Spielfeld des Krieges“ befinden, wonach das Töten von Feinden und Lob durch Vorgesetzten als Belohnung empfunden werden. "
Dies kann keine Rechtfertigung für Töten sein, Augustus. Ebensowenig die "hehre äh heere Intention.
Bestenfalls eine Erklärung.
Menschen, die Nein sagen und gegen den Strom schwimmen, bekommen weniger Belohnung. Ihre Belohnung ist ihr starker Charakter.
Gruß M.
Dies kann keine Rechtfertigung für Töten sein, Augustus. Ebensowenig die "hehre äh heere Intention.
Bestenfalls eine Erklärung.
Menschen, die Nein sagen und gegen den Strom schwimmen, bekommen weniger Belohnung. Ihre Belohnung ist ihr starker Charakter.
Gruß M.
Kommentar geändert am 08.07.2025 um 09:33 Uhr
Eng zur Belohnung gehört auch das Besorgen, welches für allerlei Sorgen "sorgt" bzw. einen stets abwägen läßt, ob schwer Besorgbares sich zu besorgen lohnt. Heidegger hat einiges zum Thema geschrieben.
Der Soldat hat natürlich Sorge um sein Leben. Hier ist das „am Leben bleiben “ auf einem riskanten Spielfeld die Belohnung. Tapferkeit, Heldentum sind nur einige von vielen Auszeichnungen, die die Handlungen eines Soldaten belohnen.
Hier spreche ich bewusst von Soldaten, die ein Soldatentum als Vorbild anstreben. Gleichwohl ein Feigling eine Soldatenuniform tragen kann, macht ihn das nicht zum Soldaten.
Du erwähnst Heidegger betreffs das hier von mir aufgerissene Thema. Hast Du explizite Literatur parat?
Hier spreche ich bewusst von Soldaten, die ein Soldatentum als Vorbild anstreben. Gleichwohl ein Feigling eine Soldatenuniform tragen kann, macht ihn das nicht zum Soldaten.
Du erwähnst Heidegger betreffs das hier von mir aufgerissene Thema. Hast Du explizite Literatur parat?
Nachtrag: Die These, die ich hier aufstelle ist grundlegend auf dem alles weitere aufbaut. Mich interessiert die Möglichkeit der Teilung von Belohnungen einerseits, andererseits frage ich mich, ob ein Gegenbeweis existiert, der die Belohnungssystematik widerlegt.
Wie bereits Terminator oben hinsichtlich der historischen Zusammenhänge betreffs dem erschöpften Belohnungspotenzials und deren Folgen, die richtigen Schlüsse daraus zieht, liesse sich aus allem menschlichen Handeln (selbst bei Tieren auch) auf der von mir aufgestellten Prämisse folglich ziehen.
Weitaus interessanter ist es doch dabei herauszufinden, ob überhaupt ein gerechtes System auf dieser Grundlage, ein Frieden auf der Welt überhaupt möglich ist?
Es ist sehr wahrscheinlich, wenn die Verteilung der „Belohnungsarten“ sehr weit gestreut ist, wenn jeder einzelne nach einer anderen Belohnung als der andere hinstrebt, ein konfliktfreier Raum geschaffen werden kann; sobald aber mehrere Personen dieselbe Belohnung verfolgen, können Konflikte entstehen.
Darüber hinaus lädt die Feststellung den Leser ein, um über die grundlegendste Mechanik des Willens nachzudenken, und in welcher Hinsicht und mit was er tatsächlich verknüpft ist: „Belohnung“. Die unterschiedlichsten Spielarten der Belohnung, nach denen wir streben, ob mit oder ohne Sorge, verändern den im Willen innewohnenden Hunger nach der Belohnung nicht.
Dies trifft in allen Fällen zu - so die These.
Wie bereits Terminator oben hinsichtlich der historischen Zusammenhänge betreffs dem erschöpften Belohnungspotenzials und deren Folgen, die richtigen Schlüsse daraus zieht, liesse sich aus allem menschlichen Handeln (selbst bei Tieren auch) auf der von mir aufgestellten Prämisse folglich ziehen.
Weitaus interessanter ist es doch dabei herauszufinden, ob überhaupt ein gerechtes System auf dieser Grundlage, ein Frieden auf der Welt überhaupt möglich ist?
Es ist sehr wahrscheinlich, wenn die Verteilung der „Belohnungsarten“ sehr weit gestreut ist, wenn jeder einzelne nach einer anderen Belohnung als der andere hinstrebt, ein konfliktfreier Raum geschaffen werden kann; sobald aber mehrere Personen dieselbe Belohnung verfolgen, können Konflikte entstehen.
Darüber hinaus lädt die Feststellung den Leser ein, um über die grundlegendste Mechanik des Willens nachzudenken, und in welcher Hinsicht und mit was er tatsächlich verknüpft ist: „Belohnung“. Die unterschiedlichsten Spielarten der Belohnung, nach denen wir streben, ob mit oder ohne Sorge, verändern den im Willen innewohnenden Hunger nach der Belohnung nicht.
Dies trifft in allen Fällen zu - so die These.
Antwort geändert am 09.07.2025 um 11:40 Uhr
Weitaus interessanter ist es doch dabei herauszufinden, ob überhaupt ein gerechtes System auf dieser Grundlage, ein Frieden auf der Welt überhaupt möglich ist?
Hast du aber Frieden in dir gefunden, so strahlt das auch ohne dein Wissen darum aus.
Belohnungen nachzujagen ist mir zu anstrengend. Sie als Aufwandsentschädigung anzunehmen, scheint mir vernünftig zu sein. Allerdings ist es wahr, daß es drauf ankommt, von wem die Belohnung kommt. Von Hinz und Kunz wäre mir das sogar peinlich. Als ob man mich kennte.
Und vom Himmel kommt, daß was man loslässt, leichter macht und was man festhält, bindet an die Erde. Indem ich etwas loslasse, belohne ich mich quasi mit mehr Leichtigkeit. Halte dran fest und es zieht dich hinab. Nicht die Belohnung ist also das Problem, sondern Anhaftung und Abneigung.
Lohn der Angst - war
das nicht mal ein Film mit Nitroglyzerin? Also mit Yves Montand. Da war ich 6 Jahre alt.
Belohnungen nachzujagen ist mir zu anstrengend. Sie als Aufwandsentschädigung anzunehmen, scheint mir vernünftig zu sein. Allerdings ist es wahr, daß es drauf ankommt, von wem die Belohnung kommt. Von Hinz und Kunz wäre mir das sogar peinlich. Als ob man mich kennte.
@Lothar
Für das Anhaften benötigt es den Willen und eben den Grund für das Anhaften oder Loslassen. Der Grund bewegt den Willen, ob reflektiert oder unreflektiert und mir scheint, gerade der unreflektierte Wille strebt nach mehr nach dem Anhaften.
Nun ist aber so, wie ich dich verstehe, dass es einzelnen Individuuen, die über ihren Willen reflektieren können, von der Anhaftung befreit werden können, wonach die Leichtigkeit die Belohnung ist.
Der Abstand von allen irdischen Belohnung ist also bloß für wenige Individuen zugänglich, während das Streben der Masse nach irdischen Belohnungen sie in die Tiefe zieht? Sprich: Konflikte, Kriege? Usw.
Für das Anhaften benötigt es den Willen und eben den Grund für das Anhaften oder Loslassen. Der Grund bewegt den Willen, ob reflektiert oder unreflektiert und mir scheint, gerade der unreflektierte Wille strebt nach mehr nach dem Anhaften.
Nun ist aber so, wie ich dich verstehe, dass es einzelnen Individuuen, die über ihren Willen reflektieren können, von der Anhaftung befreit werden können, wonach die Leichtigkeit die Belohnung ist.
Der Abstand von allen irdischen Belohnung ist also bloß für wenige Individuen zugänglich, während das Streben der Masse nach irdischen Belohnungen sie in die Tiefe zieht? Sprich: Konflikte, Kriege? Usw.
Der Abstand von allen irdischen Belohnung ist also bloß für wenige Individuen zugänglich, während das Streben der Masse nach irdischen Belohnungen sie in die Tiefe zieht?
Nicht nur die irdischen Belohnungen, sondern auch die "überirdischen" haben gemeinsam, daß sie zu Samsara bzw. zum Ego gehören. Da nutzt der Abstand zu irdischen Belohnungen noch rein gar nichts. Ein spiritueller Materialismus ist in den Folgen sogar noch schlimmer. Ein Lohnempfänger ist und bleibt in Maras Fängen, solange er daran haftet.
Wo Du nicht anhaftest, ist der Genuß von der Intensität her derselbe, wie beim Anhaften. Nur wenn es vorbei ist, muß der Dharmapraktizierende ihn nicht neu beschaffen, was ein klarer Vorteil ist - und da bin ich wieder bei der Sorge ums Besorgen.
Wo Heidegger darüber geschrieben hat, weiß ich leider nicht mehr, da bin ich zu schlampig mit dem Fische-AC. Meine Qualität ist eine andere, fließendere ...
Die aufgegebene Anhaftung macht leichter, aber das als Belohnung zu verstehen, ist ein Irrtum. Niemand gibt Anhaftung wegen der Belohnung auf, sondern weil sie schädlich ist. Das Schädliche erfolgreich aufgegeben zu haben ist Belohnung genug, findest Du nicht?
Wo Du nicht anhaftest, ist der Genuß von der Intensität her derselbe, wie beim Anhaften. Nur wenn es vorbei ist, muß der Dharmapraktizierende ihn nicht neu beschaffen, was ein klarer Vorteil ist - und da bin ich wieder bei der Sorge ums Besorgen.
Wer wie Nietzsche ein totaler Vitalist/Voluntarist und kein Intellektueller sein will, findet die Belohnung schon im Wollenduerfen und Wollenkönnen selbst. Der Wille will sich da nur immer mehr selbst, das ist alles und wie so vieles bei Nietzsche gefährlich platt, doch geistreich formuliert.. 🤔🤗
Antwort geändert am 23.11.2025 um 15:44 Uhr
Antwort geändert am 23.11.2025 um 15:45 Uhr