Ustinov: Herr Goethe, ich will danken Ihnen, dass Sie uns und besonders Ehre auch mir geben, in meiner Talkshow mit große Geister der Geschichte dank neuer KI-Hologramm-Technologie wie lebendiger Mensch hier scheinen. Möglich macht besonders tüchtige KI, die mit sehr viel überlieferten Schriften, Informationen und Biografien; insbesondere die Notizen von Gesprächen mit ihnen von Herrn Peter Eckermann, damit sie bei uns so gut wie authentisch sind. Aber ich denke man gewöhnt sich bald daran auch wenn heute noch für Publikum befremdlich. Übrigens, ich freu mich schon auf Gespräch mit Herrn Shakespeare das nächste Mal – Goethe unterbricht Ustinov: „Ei jo, de William Shakespeare, was n schäner Gedanke! Ich dät misch aa guet mit dem unnerhalde.“ – Ustinov: Schön, dass Sie jetzt schon sprechen ein paar Worte. Einige werden wundern sich über hessische Dialekt, denn die KI nicht lässt aus – Goethe: „ Was is'n e KI?“ – Ustinov: Oh, Herr Goethe, ich vergessen. Zu Ihrer Zeit noch nicht gegeben – Goethe: „Ich hab' neulich mol ausm Fenschder geguckt und kligge Beidel (kleine Gefängnisse) uff Rädder gsehnt, wu von ebbes Unsichtbarem gezoche worre sin. Seit wann gebbds'n unsichtbare Pferd?“ – Ustinov: Eine interessante Frage, Herr Goethe. Ja, ich denke, es sind Füße von Personen, die sich in diesem kleinen Gefängnis befinden, die Gefängnis in Bewegung setzt – Jemand aus dem Publikum ruft hinein: „Aber Herr Ustinov, die Fortbewegung geschieht dank eines Verbrennungsmotors und Benzin als Kraftstoff.” – Goethe: „Wie ... was ...? – Ustinov: Ich wollte Herrn Goethe nicht schwer machen solche Dinge verstehen, denn Zeit im Studio dafür knapp. Mir wichtiger philosophische Fragen. – Studiogast: Aber das ist doch kein Grund, Herrn Goethe anzulügen. – Ustinov: Einigen wir uns lieber auf den Begriff „Notlüge”.