Frag‘ lieber den Baum
Als wär‘s ein Gelübde
das Zustandeingang,
im Takt von Tritten, Trieb, Traute und Trott.
Gewichtig geloben, zu wissen.
Gebärden machen und Mienen zum Spiel.
Frag‘ lieber den Baum, was der da winkt,
was besteht und was vergeht.
Oder verzweigt der verschweigend,
was der da winkt?
Frag‘ lieber den Baum.
Ein Gelübde wird‘s nicht.
Stoßseufzergebete,
und luftige Morgenloblosung
für des Atemzugs Seufzergebot.
Gelübde verbindlichen Balken in Luft
zum abendlich abgründigen Blicken ins Selbst.
Kein Halt, nicht Binde, Strich, Strichel
bindfädelt pfadscheinige Nebelbankrast.
Frag‘ lieber den Baum, was der da winkt
und verzweigt, verschweigt und verweht.
Frag‘ lieber den Baum.
Auf seinem Lehen die Bank
und Lehne sein Stamm.