KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Sonntag, 31. März 2019, 21:58
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Errare humanum est

658. Kolumne

Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten oder lebenden Toten sind zufällig, rein zufällig, absichtlich zufällig, zufällig absichtlich, rein absichtlich und nichts als die reine Absicht.


Immer wieder, sagt Arthur, denke ich, Religion ist die konsequenteste Enttäuschung, die ich mir vorstellen kann: Sie hält nichts, was sie verspricht.
Das liegt im Wesen der Religion, sage ich.
Das ist unmenschlich, sagt Arthur.
Nein, sage ich, göttlich.
Gott, sagt Arthur, kann nicht menschlich sein.
Gründe doch eine neue Religion, sage ich, die menschlicher ist!
Darüber denke ich schon lange nach, sagt Arthur, aber je länger ich über diese Religion nachdenke, umso klarer wird mir, ich muss sie verwerfen.
Warum?, frage ich.
Meine neue Religion wäre allzu menschlich, sagt Arthur, sie verspräche noch nicht einmal, was sie halten könnte.

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 LotharAtzert (05.04.19)
" aber je länger ich über diese Religion nachdenke, umso klarer wird mir, ich muss sie verwerfen."
-Allein daß sie verworfen werden kann, zeigt, daß was zum Ursprung gekommen ist. Und heißt religio nicht Rückbindung an den Ursprung? Was wäre denn an Ursprungslosigkeit so vorteilhaft?

 Bergmann meinte dazu am 05.04.19:
Der Ursprung (ob biblische Genesis oder Urknall) liegt im Nebel ... und die Menschheit spielt Brexit>Globexit - continent isolated ...

 EkkehartMittelberg (05.04.19)
Die Korrespondenz zwischen dem Eingangssatz " Sie hält nichts, was sie verspricht" und dem Schlusssatz " Sie verspräche noch nicht einmal, was sie halten könnte." ist geistreich.

 Bergmann antwortete darauf am 06.04.19:
Ich glaube, ich schrieb sowas fast automatisch. Aber eher vielleicht doch fast gewollt. Ergo: Es ergibt sich fast von selbst. - Ich schrieb diese Texte vor 20-25 Jahren.
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